Der zweite von drei UN-Berichten nennt viele Verlierer und wenige Gewinner des Wandels. Bis zum Jahr 2080 könnten fast zwei Drittel aller Spezies im Alpenraum aussterben, heisst es.
Der Weltklimarat der Vereinten Nationen veröffentlicht seinen Bericht zum Zustand des Planeten in diesem Jahr in drei Folgen. Der erste, im Februar publizierte Teil beschrieb die physikalischen Hintergründe der Erderwärmung und der dritte, für Anfang Mai erwartete Teil wird Auswege und Kosten des Klimawandels darstellen.
Eine Aufnahme aus dem dürregeplagten Rajasthan in Indien: Frauen gehen am Kadaver eines verendeten Rindes vorbei zur Wasserstelle (© Foto: dpa)
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Insofern stellt die soeben in Brüssel veröffentlichte zweite Folge der wissenschaftlichen Trilogie den für das menschliche Dasein womöglich wichtigsten Teil dar, denn er beschreibt die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Gesellschaft und die Lebensräume auf dem Planeten Erde.
Gerade dort, wo es nicht um harte Physik und harte Währungen geht, sondern um schwer messbare Größen wie die Zahl bedrohter Tierarten oder soziale Entwicklungen, laufen Wissenschaftler Gefahr, von politischen Interessen vereinnahmt zu werden. Insofern ist nicht verwunderlich, dass sich der Weltklimarat IPCC (für Intergovernmental Panel on Climate Change) während der vergangenen Woche schwer tat, als die konkreten Aussagen der 2500 beteiligten Wissenschaftler mit Vertretern aus 100 Staaten der Erde abgestimmt wurden.
Wie zu erwarten war, versuchten die großen Verweigerer des Kyoto-Protokolls, USA und China, aber auch Indien und der Öl-Exporteur Saudi-Arabien, einige Formulierungen der Endfassung abzuschwächen, so wie manche vom Klimawandel bedrohte Staaten die Dinge gern drastisch dargestellt sehen.
Leugner sind mit gesicherten Fakten konfrontiert
Inzwischen sehen sich Leugner wie Alarmisten mit einem zunehmend gesicherten Stand des Wissens konfrontiert. Mehr als 29.000 Messdaten aus allen Teilen der Welt haben die IPCC-Experten für den am Freitag vorgestellten Bericht zusammengetragen. 89 Prozent der Daten sprechen dafür, dass die Klimaerwärmung bereits an vielen Stellen der Erde sichtbare Veränderungen verursacht. "Wir haben festgestellt, dass die Beweise für die Auswirkungen des Klimawandels viel schärfer und verlässlicher geworden sind", sagt Rajendra Pachauri, der Vorsitzende des IPCC.
Viele der noch im vergangenen IPCC-Bericht des Jahres 2001 bestehenden Unsicherheiten seien mittlerweile beseitigt. "Erstmals verlassen wir uns nicht auf Modelle, sondern auf empirische Daten", betonte Martin Parry, einer der Vorsitzenden der IPCC-Arbeitsgruppe bei der Vorstellung des Berichts, "wir können die Folgen direkt messen".
Ein Trend bestätigt sich dabei zunehmend. Der ärmere und verletzlichere Teil der Menschheit wird vom Klimawandel zunächst deutlich härter getroffen werden als die reicheren Gesellschaften. Allein in Afrika werden in den kommenden 13 Jahren zwischen 75 und 250 Millionen Menschen zusätzlich unter Wassermangel leiden.
Negative ökonomische Gesamtbilanz
Nach den Erkenntnissen des IPCC werden die Trinkwasservorräte aber auch in anderen Teilen der Erde zur Neige gehen, entweder weil Eismassen abtauen und das dort gespeicherte Süßwasser verloren geht, oder weil die Trockenzonen der Erde sich ausdehnen. Insgesamt ist jeder sechste Erdbewohner von Wassermangel bedroht.
Der Schwund der Gletscher sei überall auf der Welt zu registrieren, betonen die IPCC-Forscher. Eine aktuelle Studie in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Science sagt beispielsweise dem Südwesten der USA extreme Dürren bis zur Mitte dieses Jahrhunderts voraus.
"Der gesamte Klimawandel ist etwas Konkretes im Hier und Jetzt und liegt nicht in weiter Zukunft", sagte Neil Adger, ein britischer Mit-Autor der Studie. Der aktuelle zweite Teil des IPCC-Berichts nennt auch Gewinner des Klimawandels, beispielsweise derzeit karge Landstriche im Norden Europas. Die ökonomische Gesamtbilanz sei jedoch negativ, betonen die Forscher.
Menschengemachte Treibhausgase haben zudem dazu geführt, dass die Weltmeere um 0,1 Einheiten auf der pH-Skala saurer geworden sind. Bill Hare, derzeit Gastwissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, betonte am Rande der Konferenz in Brüssel auch die Bedrohung für die Tierwelt. Der Bericht nennt 20 bis 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten als vom Aussterben bedroht, sollte die globale Durchschnittstemperatur um mehr als 1,5 bis 2,5 Grad Celsius steigen.
Dem Bericht zufolge verlagern bereits dieser Tage viele Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume in weiter nördlich gelegene Breiten. Sollte es nicht gelingen, die Treibhausgas-Emissionen weltweit zu begrenzen, könnten im Alpenraum bis zum Jahr 2080 fast zwei Drittel aller Spezies aussterben.
(SZ vom 7./8./9. April 2007)
Machtkampf in der Linken
So kann man es sehen. Die nächsten Jahrhunderte werden richtig spannend. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Angst vor Veränderungen bei den Menschen. Fast könnte man meinen, wenn sie auch nur einen Radiergummi abgeben müßten von ihrem Besitz und ihrem Wohlstand, dann ist dies eine absolute Naturkatastrophe. Sie begreifen gar nicht, daß Klimawandel gar nicht bedeutet, vom Luxus abstand nehmen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Abstand nehmen müssen wir allerhöchstens von maßlosen Dingen. Wir müssen eigentlich nur lernen, vorsichtiger zu haushalten. Dazu gehört es, soweit möglich alles zu vermeiden, was CO2 produziert, sowie Renaturierungen von Landschaften zu betreiben und - ganz wichtig - einfach energieeffizienter zu arbeiten und zu leben. Es geht also nicht um die Abschaffung von Wohlstand sondern nur um dessen flächendeckenden Umbau. Und das schafft sogar noch jede Menge Arbeitsplätze. Insofern ist die Angst der Menschen, die in panikhafter Ignoranz der Probleme mündet, in meinen Augen völlig überzogen. Macht die Augen auf und seht Euch die Welt an! Ja, wir stecken mitten im Schlamassel - und der ist gravierend - aber wir können das hinbekommen, wenn wir wollen ---- äh - wenn unsere Politiker wollen.
Man kann das alles drehen und wenden wie man will, die Erde und das Klima verändern sich und haben sich immer verändert.
Was jetzt sichtbar wird sind Daten, die wir hartnäckig ignoriert haben, jetzt brennt das Feuer unterm ´Hintern. Bis jetzt musten wir alles haben, jeden Luxus, jede Annehmlichkeit, keine Bereitschaft zum Verzicht . Verzicht auf das, was ohnehin überflüssig ist , auf was man ohne weiteres verzichten kann. Selbst das war uns
noch zu mühselig.
Politiker aller Farben haben sich weder darum gescheert, was kommt, noch haben sie wirksame Maßnahmen in die Wege geleitet.
Jetzt kommt die große Hysterie, genau wie in allen anderen Bereichen wie Geburtenrückgang, Renten, Bildungsmissere, demografische Entwicklung- oder Altenberg-wie man das so schön nennt. Überall geschlafen. bis der Rauchmelder anschlägt und die Luft zum Atmen fehlt. Es gibt noch viele Bereiche in denen rechtzeitiges Handeln verpennt wird.
Meine Einschätzung ist, niemand wird die Klimaveränderung aufhalten. Sie ist nicht "nur "von Menschen gemacht, sondern es ist auch das Wechselspiel der Natur, es war alles schon da und kommt wieder. Es wiederholt sich.
Was wir schon vor vielen Jahren hätten tun müssen, ist die Lebensgestaltung darauf einstellen, die Planung dieser Veränderung vorbereiten und Maßnahmen zum Schutz der Menschen treffen . Egal worum es geht, nirgendwo werden und wurden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, absehbare Entwicklungen eingeplant.
Man lebte von Jahr zu Jahr, Hauptsache die Mandate stimmten.
Es wurde gelebt, geprasst und verschuldet, konsumiert, insolviert, bis die Banken die Freundschaft kündigten. Jetzt fehlt Geld an allen Ecken und Enden, für notwendige Vorkehrungen für bevorstehende Veränderungen.
Die Veränderung kommt, das muß aber keine Katastrophe werden, wenn wir die Illusion aufgeben, dass das noch vermeidbar ist und uns stattdessen auch mit Plänen für den Tag X befassen. Dieser Tag wird kommen.
Die Geschichte von der Arche Noah und der Sintflut, ist vielleicht die Geschichte, dennoch vielleicht auch ein Zeichen, eine Überlieferung davon, dass es schon mal eine Weltweite Überschwemmung gab.
Wer weis, auch die Geschichten und Sagen sind voll von untergegangenen Städten und Inseln. Also, nichts einmaliges, die Erde dreht sich und mit ihr das Klima durch die veränderte Sonneneinstrahlu
Wir alle muessen unsere Leben total veraendern, unsere Prioritaeten vollstaendig neu besetzen. Es kann nur noch ein Ziel geben: Wir muessen unseren Planeten retten. Da eines der Grunduebel die masslose Ueberbevoelkerung der Erde ist, sollten wir gleich da anfangen: wer heute nicht mehr verhuetet, ist mindestens verantwortungslos, und unter manchen Rechtssystemen kriminell. Aber das wahre Problem liegt natuerlich in den Laendern der Dritten Welt, Asien und auch leider immer noch in den USA - obwohl die Amerikaner, das muss man fairerweise auch mal anerkennen, ihre Probleme erkannt haben und zumindest an Verbesserungen arbeiten. Was man von China, Indien und vielen anderen Nationen in Asien und Afrika nicht behaupten kann. Vielleicht koennte diese Geldvernichtungsmaschine UNO da mal gute Dienste tuen? Aufklaerung, zum Beispiel?
"1. War es kein falsches Beispiel, da es sich auf eben die Argumentation der Gegner der CO2-Fraktion bezog, daß die Be- oder Hinweise nicht eindeutig seien."
Nach ihrem Beispiel behaupten die CO2 Befürworter dass nur B A umbringen will.Dafür wollen die CO2 Befürworter B nach Guantanamo schicken.
Leider ist die Absicht dass B A umbringen will allein nicht schlüssig wenn C-Z ebenfalls A umbringen könnten.Auch besteht die Möglichkeit dass A ein Selbstmörder ist.Ebenso könnte in Wirklichkeit B A vor C retten.
Ohne schlüssigen Beweis gibt es dort nichts auszurichten und bis jetzt wurde dieser nicht erbracht außer den üblichen unsachlichen Argumenten inklusive persönlicher Unterstellungen bzw. Diffamierungen.
Dass zeigt mir dass es mit der so hochgelobten bewiesenen Kausalität nicht weit her ist.
Wenn die Implikationen nicht so dramatisch wären könnte man sogar darüber lachen.
Politiker lieben diese Horrorvisionen.Damit kann man Menschen so richtig Angst einjagen und fast alles an Maßnahmen durchsetzen wie Reisebeschränkungen oder Verzicht auf Fleisch etc. pp.
Dieses werde ich nicht ohne schlüssige Argumentation hinnehmen.Skeptizismus gehört nicht erst seit Popper zum Guten Ton in der Wissenschaft.
"2. War mir persönlich schnuppe ist, entscheide per definitionem ich :-) "
Natürlich ;-)
"Und auch wenn ich natürlich nur für mich sprechen kann, glaube ich nicht, daß es Aufgabe oder Absicht dieses Forums ist, schlüssige Beweise für die doch recht komplexe Problematik des anthropogenen Klimawandels vorzulegen"
Und ob...schließlich wird damit ja auch Politik gemacht und da wir nicht mehr im Mittelalter leben und glauben müssen will ich wissen.
PS: ich fahre selten Auto mit Kat (eher Fahrrad), bin Nichtraucher und Student :-)
also Bälle flachhalten
1. War es kein falsches Beispiel, da es sich auf eben die Argumentation der Gegner der CO2-Fraktion bezog, daß die Be- oder Hinweise nicht eindeutig seien.
2. War mir persönlich schnuppe ist, entscheide per definitionem ich :-)
Und auch wenn ich natürlich nur für mich sprechen kann, glaube ich nicht, daß es Aufgabe oder Absicht dieses Forums ist, schlüssige Beweise für die doch recht komplexe Problematik des anthropogenen Klimawandels vorzulegen ;-)
Paging