Die Bundeskanzlerin hat auf der UN-Konferenz zum Schutz der Artenvielfalt angekündigt, Deutschland werde in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro in den Waldschutz und den Aufbau eines globalen Schutzgebietenetzes investieren.
Deutschland wird den internationalen Waldschutz und den Aufbau eines globalen Schutzgebietsnetzes mit mehreren Milliarden Euro unterstützen, die in den nächsten Jahren bereitgestellt werden sollen.
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"Ihr verbrennt den Wald". Greenpeace-Proteste in Bonn. (© Foto: dpa)
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Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der UN-Konferenz zum Schutz der Artenvielfalt in Bonn ankündigte, gibt es Pläne, von 2009 bis 2012 insgesamt 500 Millionen Euro zu investieren, ab 2013 sollen dann jährlich 500 Millionen Euro bereitgestellt werden.
Das Geld soll insbesondere verwendet werden, um das Abholzen der tropischen Wälder zu stoppen. "Wir müssen uns mit aller Kraft dafür einsetzen, die Lebensgrundlagen der gesamten Erde langfristig zu bewahren", sagte Merkel, und verlangte eine Trendwende im Artenschutz. Dazu müssten auch die reichen Industrieländer mit Geld beitragen.
"Die Natur ist ein sagenhafter Lehrmeister", erklärte die Kanzlerin. Beispielsweise gingen noch unbekannte medizinische Wirkstoffe mit aussterbenden Arten verloren. Die Konferenz biete die Chance, die Verantwortung dafür zu übernehmen, den Reichtum der Erde und damit die Lebensgrundlage der Menschheit langfristig zu bewahren.
Merkel verwies auch auf den Klimaschutz, da die Entwaldung zu 20 Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß beitrage - mehr als die globalen Verkehrsemissionen insgesamt.
"Entwaldung ist eine der Hauptursachen für den Artenschwund" und trage zugleich massiv zur weltweiten Erwärmung bei, sagte in Bonn auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.
Umweltschützer begrüßten die Ankündigung. "Etwa die Hälfte der globalen Wälder sind zerstört und nicht einmal ein Prozent der Ozeane stehen unter Schutz", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. "Nach Jahren voller Absichtserklärungen bringt die heutige Ankündung frischen Wind in den internationalen Naturschutz." Merkel und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hätten damit Deutschlands Führungsrolle im Schutz der biologischen Vielfalt bestätigt.
Mit den zusätzlichen Mitteln könne nun der Aufbau neuer Schutzgebiete wirklich gefördert werden und die weitere Zerstörung von Wäldern und Mooren wirksam unterbunden werden.
NABU und die Organisation The Nature Conservency (TNC) unterstüten die von Gabriel gestartete "Life-web-Initiative" für ein freiwilliges Schutzgebietssystem, die mit dem zusätzlichen Geld weiterentwickelt werde könnte.
"Schutzgebiete sind der Grundstein für die globale Naturschutzstrategie, aber ohne die entsprechenden Mittel kann die Strategie nicht umgesetzt werden", erklärte TNC-Sprecherin Rebecca Patten auf der Vertragsstaatenkonferenz. "Wir begrüßen die innovative Rolle Deutschlands bei der Anhebung der Mittel für den internationalen Naturschutz auf ein Level, das wirksamen Naturschutz ermöglicht."
Zuvor hatte Bundesumweltminister die entscheidende Phase der UN-Umweltkonferenz mit einer Rede eröffnet. Bislang liegen die Positionen in wichtigen Punkten wie den Fragen zur nachhaltigen Herstellung von Biomasse für Treibstoffe oder beim Zugang zu natürlichen genetischen Ressourcen zuletzt weit auseinander.
Die deutsche Präsidentschaft will an den drei letzten Konferenztagen unter Leitung Gabriels versuchen, auf Ministerebene noch Fortschritte zu erreichen.
Seit Montag vergangener Woche beraten in Bonn rund 6000 Vertreter aus gut 190 Staaten über den weltweiten Schutz der Artenvielfalt. Geplant ist unter anderem ein globales Netz von Schutzgebieten, das bis 2010 aufgebaut werden soll.
(AFP/mcs)
Großprojekte in Berlin
Juhu, wir habens ja. Wenn der rest der Welt schon nicht zahlt machhen wir das doch. Und das beste ist, natürlich landet das Geld nicht wirklich im Waldschutz sondern beim aufbau von Paramilitärs die den (wers glaubt....) den Wald schützen sollen. Und natürlich für Korrupte Beamte und andere Verbrecher.
Bin ich froh das wir unendlich viel Geld haben das die Kanzlerin in der Welt verteilen darf.
ich glaub es erst, wenn taten folgen...