UmweltschutzÖko-Morgana

Egal mit wie viel umweltfreundlichen Attributen ein Produkt sich schmückt: "Grün" ist eine Illusion - sagt der Erfinder der "Ökologischen Intelligenz". Ein Überblick über die Öko-Mythen.

"Bio-", "Öko-" oder "natürliche" Produkte im Einkaufswagen - und die Welt wird heil? Der Psychologe und Wissenschaftsautor Daniel Goleman hat eine ernüchternde Antwort: Kein industriell hergestelltes Produkt verdient den Namen "umweltfreundlich", so das Credo, das er in seinem Buch "Ecological Intelligence" zieht. Goleman, Autor des Bestsellers "Emotionale Intelligenz" wirbt darin um einen kritischen Blick auf die Welt der (vermeintlichen) Öko-Produkte. Denn in ihr ist bei weitem nicht alles das, was es scheint. Hier einige Beispiele:

Ökologisch angebaut

Klingt umweltfreundlich, aber das Beispiel Baumwolle zeigt, dass dies auch nur die halbe Wahrheit sein kann. So begrüßenswert es ist, dass Pflanzen ohne Pestizid-Einsatz angebaut werden, so bleibt der Fakt, dass die Baumwolle für ein einziges T-Shirt 2700 Liter Wasser zum Wachsen benötigt, schreibt Goleman. Die Folgen sind besonders eindrücklich an dem zu Kasachstan und Usbekistan gehörenden Aralsee zu sehen. Der einst viertgrößte Binnensee der Welt ist in weiten Teilen ausgetrocknet - hauptsächlich wegen des intensiven Baumwollanbaus in der Region.

Von den Herstellern ebenfalls nicht publik gemacht wird: ...

Foto: Der Aralsee im Jahr 1989 (links) und 2003 (rechts) / NASA

7. Dezember 2009, 16:172009-12-07 16:17:00 ©