Eine Studie der Umweltorganisation WWF warnt, dass bis 2030 55 Prozent des Regenwaldes am Amazonas verschwunden sein könnte. Die Ursachen sind Abholzungen und der Klimawandel.
Die Auswirkungen der anhaltenden Abholzungen und der globalen Klimaerwärmung könnten bis 2030 zur Zerstörung von etwa 55 Prozent des Regenwalds im Amazonas-Gebiet führen.
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Die Bedeutung des Amazonas sollte nicht unterschätzt werden." (© Foto: dpa)
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Das besagt eine anlässlich der UN-Klimakonferenz in Bali veröffentlichte Studie der Umweltorganisation WWF.
Wenn der tropische Regenwald in dem Maß zurückgehe, sei mit einer noch schnelleren Erwärmung der Erdatmosphäre zu rechnen. Dies werde katastrophale Folgen haben, warnte der World Wildlife Fund (WWF).
"Die Bedeutung des Amazonas für das Weltklima sollte nicht unterschätzt werden", sagte der Autor der WWF-Studie, Daniel Nepstad. Demzufolge ist der Regenwald nicht nur für die Kühlung der Atmosphäre entscheidend, sondern auch als Speicher von Kohlendioxid und als gigantische Süßwasserreserve.
Der Amazonas bedeckt mit über vier Millionen Quadratkilometern mehr als 60 Prozent der Fläche Brasiliens. Etwa ein Drittel der gesamten Pflanzen- und Tierarten der Welt sind dort beheimatet, viele sind vermutlich noch unentdeckt.
Durch die anhaltende Abholzung weiter Teile des Regenwaldes könnten der Studie zufolge bis 2030 zwischen 56 und 97 Milliarden Tonnen an zusätzlichem Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werden.
Das entspräche etwa dem aktuellen Gesamtausstoß von zwei Jahren. Klima-Experten gehen davon aus, dass sich der globale Temperaturanstieg durch eine weitere Zerstörung des Amazonas noch zuspitzen würde, möglicherweise um bis zu zwei Grad Celsius.
Damit würden wahrscheinliche Folgen, wie Fluten und ein Anstieg des Meeresspiegels noch drastischer ausfallen.
Ein Mitglied der brasilianischen Delegation auf der UN-Klimakonferenz, Milton Nogueira, reagierte zurückhaltend auf den Bericht. Angesichts der Größe und Komplexität des Amazonas sollten solche Prognosen mit Vorsicht genossen werden, sagte er.
Auf Bali beraten Wissenschaftler und Delegationen von rund 190 Staaten bis zum 14. Dezember über ein neues Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012. Ziel der Konferenz ist ein Fahrplan für das neue Abkommen, das bis 2009 unterzeichnet werden soll.
(AP/mcs)
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dauert das denn tatsächlich noch so lange?
wunder mich ja dass der amazonas bis 2030 überhaupt noch exisitieren wird...
arme erde.
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