Die skurrilsten Entdeckungen 2012

Nur ein Bruchteil der Tier- und Pflanzenarten auf der Erde ist bisher bekannt. Zu den eigenartigsten Entdeckungen des Jahres 2012 gehören ein winziger Frosch, ein Affe mit leuchtend blauem Geschlechtsteil und ein fleischfressender Schwamm. Ein paar von ihnen wurden eigentlich schon vor langem gefunden, aber erst jetzt als neue Arten beschrieben. Die Universität von Arizona in Tempe hat für ihre jährlich erscheinende Liste zehn Arten ausgewählt.

Erstmals seit 28 Jahren entdeckten Biologen in Afrika eine neue Affenart, das Lesula-Äffchen (Cercopithecus lomamiensis). Es lebt versteckt in der Region Lomami in der Demokratischen Republik Kongo. Das Tier hat mehrere interessante Auffälligkeiten: Die Forscher beschreiben seine Augen als "menschenähnlich". Männliche Exemplare fallen außerdem durch einen leuchtend blauen Hautstreifen an ihrem Hinterteil und am Geschlecht auf. Zusammen mit den Weibchen sollen sie den Sonnenaufgang laut mit einer ihnen eigenen Art von Affentanz begrüßen. Traurig: Einem Bericht der Fachzeitschrift PLOS One werden die Äffchen von Jägern bedroht.

Bild: dpa

23. Mai 2013, 20:37 2013-05-23 20:37:02  © Süddeutsche.de/dpa/mane/sks

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