Ein Erdbeben hat eine indonesische Insel vor Sumatra um mehr als einen Meter angehoben - und die meisten Korallen im Umkreis von 300 Kilometern ans Tageslicht befördert.
Ein Beben im Indischen Ozean hat 2005 eine indonesische Insel um 1,20 Meter angehoben und so ein gewaltiges Korallensterben ausgelöst.
Das Ausmaß der Katastrophe vor der Insel Simeulue: Die meisten Korallen im Umkreis von 300 Kilometern wurden nach dem Beben aus dem Wasser gehoben. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Wissenschaftler untersuchten die Insel Simeulue im März und fanden heraus, dass die meisten Korallen im Umkreis von 300 Kilometern aus dem Wasser gehoben wurden. Die Teile des Riffs, die danach über der Wasseroberfläche lagen, starben ab.
"Das Ausmaß war ziemlich außergewöhnlich", sagte Andrew Baird vom Australischen Forschungsrat für Korallenriffe am Freitag in Bangkok. "Überall lagen ungeschützte Korallen." An einigen Stellen seien bestimmte Arten vollständig verloren gegangen. Bei dem Erdbeben der Stärke 8,7 vor der Insel Sumatra waren Anfang 2005 mehr als 900 Menschen getötet worden. Tausende wurden obdachlos.
Der australische Forscher Clive Wilkinson erklärte, ein Korallensterben sei angesichts der Hebung der Insel zu erwarten gewesen. "Das ist Teil der natürliche Riff-Evolution. Es gibt viele Inseln im Pazifik, bei denen es sich um angehobene Korallenriffe handelt." Baird und seine Kollegen erwarten, dass sich die Korallen, die weiter unter der Wasseroberfläche liegen, wieder erholen werden.
(AP)
ARD-Doku über Facebook