Eine Ameisenart in Südamerika besteht nur aus Weibchen. Das kann Vorteile haben: Denn Paarung, Schwangerschaft und Geburt verzehren viel Energie.
Eine Welt ohne Männer - die hat sich eine Ameisenart in Südamerika geschaffen. Die Ameisen verzichten vollständig auf Sex, stattdessen vermehren sie sich durch Klonen.
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Unter den "Mycocepurus smithii" fanden Forscher keine Männchen. (© Foto: California Academy of Science)
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Mycocepurus smithii ist die erste bekannte Ameisenart, in der deshalb ausschließlich weibliche Tiere existieren, berichtet das Team um die amerikanische Evolutionsbiologin Anna Himler im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B (online).
Die Eier der Königinnen entwickeln sich auch unbefruchtet zu neuen Tieren. Alle Nachkommen einer Kolonie sind dann genetisch identische Töchter. Die Forscher hatten 370 Ameisennester aus verschiedenen Teilen Südamerikas über fünf Jahre hinweg beobachtet und dabei kein einziges Männchen entdeckt.
Beim Sezieren der Tiere fanden die Biologen außerdem zurückgebildete Sexualorgane vor, die Weibchen sind auch physisch nicht mehr in der Lage sich zu paaren. "Ein Leben ohne Sex hat durchaus Vorteile", sagt Himler. Paarung, Schwangerschaft und Geburt verzehrten viel Energie.
"Es sind einige Tierarten bekannt, die sich asexuell vermehren. Bei der Blumentopf-Schlange beispielsweise hat man bislang auch nur weibliche Exemplare gefunden", sagt Zoologe Harald Luksch von der Technischen Universität München. "Um schnell ein neues Gebiet zu besiedeln, vermehren sich auch manche Vögel mit dieser sogenannte Jungfernzeugung."
Doch meist machen sie dies nur über wenige Generationen hinweg oder im Wechsel mit sexueller Paarung. Ganz im Gegensatz zu M. smithii: Die veränderte Anatomie sowie die weite Verbreitung der Art lassen auf eine lange Generationen-Folge ohne Sex schließen. Die Unfruchtbarkeit der Tiere könnte durch eine Infektion ausgelöst worden sein, so Himler.
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(SZ vom 16.04.2009/gal)
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Oh mein Gott - Genarmeisen die auch noch klonen... O_o Die sollte man besser sofort verbieten!
es ist schon sehr amüsant zu lesen, wie sich hier männliche leser ganz offensichtlich mit ameisen identifizieren und in ihrem männl. stolz gekränkt ,entsprechend auf diesen artikel reagieren...
Gefällt mir. Ein Modell, dass uns allen viel Ärger ersparen dürfte (auch gerade uns Männern;)
Und "Paarung, Schwangerschaft und Geburt" verzehren viel Energie. Die armen normalen Ameisen-Weibchen werden ja bekanntlich schwanger (statt Eier zu legen), na und wer von uns schon mal bei einer Ameisen-Geburt dabei war, also das ist echt anstengend..
Ich bezog mich ausschließlich auf den ersten Satz, wo es heißt, eine Ameisenart habe SICH eine Welt ohne Männer geschaffen. Auf wen bezieht sich dieses SICH? auf die Weibchen natürlich. Ich weiß, daß dies Journalistinnenhumor ist, aber daß er so unvermeidlich kommt, ist ein bißchen ärmlich.
@scordalo: Was haben sie denn da raus gelesen? Da steht doch das es ein Zufall durch eine Infektion sein kann der zu einer neuen "Art" ohne Parung geführt hat. Was für die Ameise heist das sich nichts in ihrer Umwelt verändern sollte da sie nicht anpassungsfähig ist. Es ist also eine interessante Ameisen Art. Von Femminismus keine Spur...
Paging