Schlafstörungen, Krebs - viele Menschen haben Angst vor Gesundheitsschäden durch Mobiltelefone. Nun haben US-Forscher jedoch einen positiven Effekt gefunden.
Schaden Mobilfunkstrahlen oder nicht? Die Debatte um mögliche negative Auswirkungen der Nutzung von Handys bewegt die Öffentlichkeit seit Jahren. US-Forscher sind nun in einer Studie zu Ergebnissen gekommen, die womöglich ein ganz neues Licht auf die Debatte werfen können: Demnach könnte die Strahlung nämlich auch einen positiven Effekt auf das Gehirn haben.
Nicht nur nicht schädlich, sondern nützlich? Einer neuen Studie zufolge hilft die Strahlung von Mobiltelefonen gegen Alzheimer - zumindest bei Mäusen. Für Menschen steht der Beweis noch aus. (© Foto: dpa)
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Der Studie zufolge haben Handystrahlen bei Mäusen Alzheimer verhindert - und bei bereits erkrankten Tieren das Hirnleiden gelindert. Über dieses überraschende Ergebnis berichten Mediziner der University of South Florida in Tampa im Fachblatt Journal of Alzheimer's Disease (Bd. 19, S. 191).
Bei gesunden Mäusen verbesserte die Strahlung zudem das Erinnerungsvermögen. Wie die Gesundheitseffekte ausgelöst würden, sei noch nicht genau bekannt, schreiben die Mediziner um Gary Arendash. Dennoch halten sie ihre Ergebnisse auch für den Menschen für relevant.
Die Wissenschaftler vom Alzheimer-Forschungszentrum der Universität hatten knapp 100 Mäuse in ihre Tests einbezogen. Die meisten davon waren "Modell-Mäuse" für Alzheimer, also genetisch veränderte Tiere, in deren Gehirn sich die für Alzheimer typischen Ablagerungen des Peptids Beta-Amyloid bilden.
Die Mäuse saßen in Käfigen, die um eine Antenne gruppiert waren. Sie sandte eine für Mobiltelefone übliche elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz von 918 Megahertz aus - jeweils für zweimal eine Stunde täglich, sieben bis neun Monate lang. Die Dosis von 0,25 Watt pro Kilogramm habe jener entsprochen, die bei ans Ohr gehaltenem Handy auf das menschliche Gehirn einwirke, berichten die Mediziner.
Besseres Gedächtnis
Bei jungen, noch nicht erkrankten Tieren bildeten sich - anders als normalerweise - während des Versuchs keine Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn, zeigten Analysen. Verhaltenstests machten deutlich, dass ihre kognitiven Fähigkeiten vollständig erhalten blieben.
Bei älteren Tieren mit Alzheimer stellten die Mediziner fest, dass sie bei Leistungstests nach der mehrmonatigen Bestrahlung ebenso gut abschnitten wie völlig gesunde Mäuse. Im Hirn fanden sich weniger Ablagerungen.
Und das war noch nicht alles: Setzten die Mediziner gesunde, genetisch nicht veränderte Mäuse den elektromagnetischen Wellen aus, schnitten diese anschließend besser bei den Gedächtnistests ab als zuvor.
Es sei anzunehmen, dass die Ergebnisse auch für den Menschen relevant seien, betonen die Forscher. Möglicherweise ergebe sich eine neue, effektive Alzheimer-Therapie. Die Ursache der Effekte müsse allerdings noch weiter erforscht werden.
Nachgewiesen sei bisher nur, dass sich die Temperatur des Gehirns von Alzheimer-Mäusen im Versuchsverlauf leicht erhöhte. Der Temperaturanstieg unterstütze möglicherweise die Ablösung der schädlichen Ablagerungen, nehmen die Forscher an.
Unklare Mechanismen
Die gestiegenen Hirnleistungen gesunder Tiere erklären die Mediziner damit, dass durch die Strahlung die Aktivität der Hirnzellen angeregt werde, der Blutfluss und der gesamte Energieumsatz seien höher. Die exakten Mechanismen seien aber noch unklar, geben die Forscher zu bedenken.
Dass die möglichen positiven Effekte der Handystrahlung auf das Gedächtnis bislang verborgen blieben, könnte ihnen zufolge daran liegen, dass es noch keine Langzeitstudien dazu gegeben habe, heißt es in der Mitteilung der Universität. (Fachartikelnummer DOI: 10.3233/JAD-2010-1228)
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(AFP/dpa/gal/holz)
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Jetzt würd' mich nur noch interessieren, was die Mäuse so alles über OwTu oder was-weiß-ich gequakt - äh gewispert haben.
Mens sana in corpere telefonico ...
Mehr ist dazu nicht zu sagen.
da kann man getrost aufhören zu lesen. Man weis einfach, dass danach nur Schmarrn kommen kann.
DW
Ne Bekannte von mir plauderte mal aus dem Nähkästchen wie das bei den Medien so läuft, sie ist Reporterin.
Sonntag kommt ein Tatort (fiktive Geschichte) über Handymasten.
Montags macht die BILD einen Riesenaufhänger mit den tödlichen Handyystrahlen.
Die Chefredakteure der sog. seriösen Zeitungen (ihre nenne ich mal nicht, wird wahrscheinlich überall so laufen) trommeln ihre Mitarbeiter zusammen und müssen, weils die BILD ja brachte auch innerhalb von ein paar Stunden einen eigenen Bericht dazu auf die Beine stellen.
Auf den Hinweis, dass man das in der kurzen Zeit kaum fundiert schaffen kann, wird dann einfach der BILD Bericht (so reißerisch wie üblich) kopiert und mit ein paar neuen "Fakten" und "Gegenthesen" gespickt.
Die Geschichte ist (soweit ich die Bekannte einschätzen kann) wahr und hat mein Bild von Zeitungen und Medien doch ein wenig eingetrübt und verdeutlicht, was ich von der ganzen Handythematik halte.
Das sie nun meine Gesundheit schützen sollen, halte ich allerdings auch für ausgemachten Unsinn.
durchschaubare Lobby-Studie die den Weg in die S.-Redaktion gefunden hat.
Paging