Wie oft Kopfschmerzen auftreten, hängt von Wohnort, Alter und Geschlecht ab.
Auch wenn Kopfschmerzen als Krankheit meist nicht richtig ernst genommen werden: Das Leiden ist oft schwer und vor allem häufig. Jede dritte Frau und fast jeder fünfte Mann hat mehr als einmal pro Monat Kopfweh.
Frauen sind von Migräneattacken häufiger betroffen als Männer. (© Foto: dpa)
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Das hat die bislang größte deutsche Studie zum Thema ergeben, für die die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) mehr als 7000 Erwachsene und 3000 Jugendliche in drei Regionen der Bundesrepublik befragt hat.
Unterschiede gab es nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch regional: Während in Dortmund 17 Prozent der Frauen regelmäßig Spannungskopfschmerzen haben, sind es in Augsburg 24 Prozent der Frauen.
Auch den Augsburger Männern geht es am schlechtesten: Jeder vierte von ihnen leidet immer wieder unter dieser häufigsten Form des Kopfschmerzes, der vermutlich durch Stress oder Muskelverspannungen entsteht; in Vorpommern ist es nur jeder achte.
Noch größer sind die Unterschiede bei der Migräne. Diese schweren Schmerzattacken treffen Frauen zweieinhalbmal so häufig wie Männer - oft an den Tagen ihrer Periode. Eine darüber hinausgehende Erklärung für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gebe es noch nicht, sagte der Münchner Neurologe Volker Pfaffenrath bei der Präsentation der Daten.
Kopfzerbrechen bereitet den DMKG-Experten, dass Jugendliche sogar noch stärker betroffen sind als Erwachsene. Rund die Hälfte der befragten Mädchen und ein Viertel der Jungen zwischen zwölf und 15 Jahren leiden unter wiederkehrenden Kopfschmerzen. Doch mit dem Alter kommt Linderung: Bei Frauen wird der Spannungskopfschmerz ab 45 seltener, bei Männern ab 25. Das habe womöglich mit der nachlassenden Belastung im Beruf zu tun, sagte Pfaffenrath. "Mit 75 kennt nur noch jeder Zehnte das Drücken im Kopf."
(SZ vom 29. November 2005)