"Tiere die gestärkt überleben, pflanzen sich im Frühjahr zeitiger und zahlenmäßig stärker fort", sagt Reichholf. Werden in einem Gebiet viele Tiere getötet, haben die Verbliebenen ein besseres Futterangebot, und statt erst im Mai zwei Junge zu gebären, bekommt ein Bisamrattenweibchen dann schon im März vier bis fünf und wirft dann noch bis zu zweimal im selben Jahr.
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Dieses Prinzip gelte auch für Rothirsch, Reh und Wildschwein. Durch die Jagd vermehrt sich das Wild stärker als unter natürlichen Umständen. "Die Konkurrenz im Winter ist geringer, die Chancen sind im Frühjahr besser", sagt Reichholf. Durch die Jagd würden Tierarten, die bereits selten sind, noch seltener, und jene, die häufig sind, noch häufiger.
Kritiker sagen, dass sich die Jagd in Deutschland seit 1934 nicht weiterentwickelt habe, als Hermann Göring das deutsche Jagdsystem im Reichsjagdgesetz neu ordnete. Noch immer sei die Trophäe das wichtigste Ziel; Abschusspläne und Schonzeiten würden auch heute noch danach ausgerichtet, möglichst große Trophäen zu bekommen.
Naturschutz als wichtiger Bestandteil des Waidhandwerks
Rehböcke beispielsweise seien für Jäger nur im Sommer interessant, wenn sie ein Gehörn tragen, sagt Wagelaar, der Chef des ÖJV. Die konservativen Jagdverbände bestreiten das. Der Naturschutz sei mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Waidhandwerks.
Um die Jagd zu modernisieren, will der ÖJV die Jagdmethoden unter anderem effizienter machen. "Statt stundenlangem Ansitzen morgens und abends, und dies oft über längere Zeiträume, sollte man die Jagd an einigen wenigen Tagen intensivieren - beispielsweise mit Hunden Drückjagden durchführen.
Dann hat das Wild mehr Ruhephasen und muss nicht länger nachtaktiv und überaus scheu sein", sagt Wagelaar. Dass die Forderungen des ÖJV nicht umgesetzt werden, hat nach Wagelaars Einschätzung einen einfachen Grund: Die klassischen Jagdverbände seien oft "total überaltert, sehr konservativ und kaum reformbereit".
Eine Folge des hohen Jagddrucks in Deutschland wird nach Ansicht der Deutschen Wildtier-Stiftung, die einst von einem Jäger gegründet wurde, viel zu wenig beachtet: die große Scheu der Tiere. Wer jemals einen Nationalpark in Afrika besucht hat, in dem nicht gejagt wird, weiß, dass die meisten Tiere eigentlich keinerlei Scheu vor Menschen haben. Sie lassen sich dort aus wenigen Metern Entfernung beobachten.
In Deutschland nimmt hingegen jeder Hase, jedes Reh, jedes Wildschwein panisch Reißaus, wenn es einen Menschen in einer Entfernung von Hunderten Metern sieht oder wittert. Die Tiere wissen: Mensch gleich Jäger gleich Feind.
Doch auch in Deutschland gibt es Ausnahmen. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft in Mecklenburg zum Beispiel beobachtet man seit Jahren, wie der eigentlich nachtaktive und scheue Marderhund immer zutraulicher wird - die Jagd ist im Nationalpark untersagt.
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(SZ vom 28.01.2009/mcs)
Linke mit neuer Führung
Nur weltfremde Scharlatane können behaupten, dass sich die Schalenwildarten in Deutschland von selbst auf ein verträgliches Niveau regulieren würden. Und obwohl hier sog. "Tierschützer" und "Forstwissenschaftler" auf eine Stufe gestellt werden, könnten die Forderungen beider Gruppen an die Jägerschaft gar nicht gegensätzlicher sein : Die einen fordern ein totales Abschussverbot, die anderen oft einen Totalabschuss. Wie so oft liegt die sinnvolle Lösung irgendwo in der Mitte. Was eine vermeintliche "Selbstregulation" bedeutet, lässt sich derzeit gut an den Räudezügen bei den Füchsen beobachten : Die Tiere verlieren grosse Teile ihres Fells und gehen dann an grossflächigen Entzündungen der blanken Haut und an Unterkühlung jämmerlich zugrunde. Ausserdem ist die Erkrankung auf Haustiere und Menschen übertragbar, genau wie z.B. der Fuchsbandwurm. Und ohne Bejagung würden die Schalenwildbestände massiv ansteigen, was bei den Tieren automatisch zu starkem Parasitenbefall z.B. mit Rachenbremsen, Hautdasseln, Lungenwürmern und Bandwürmern führt. Für eine natürliche Waldverjüngung wären solche Wildbestände desaströs. Und das mit nachhaltiger Bejagung gewonnene Wildfleisch ist das ökologischste Lebensmittel überhaupt.
Ich denke die Umfrageergebnisse sprechen für sich.
Und ansonsten können sich die Jäger auf einiges gefaßt machen. Die Menschen zeigen immer mehr Zivilcourage gegen diesen Sumpf der Macht, Korruption und Rechtsbeugung vorzugehen. Immer mehr Menschen trauen sich Strafanzeigen wegen Bedrohung, Nötigung, Tierschutzvergehen zu erstatten. Bisher sind die Strafen noch harmlos, weil viele Ämter in der Justiz entsprechend gut besetzt sind. Aber ich denke mit viel Öffentlichkeitsarbeit wird sich in nächster Zeit einiges tun. Es kann nicht sein das Verbrecher ständig ungestraft davon kommen nur weil man sich bestehende Gesetze zurecht biegt bis es paßt. Es wäre schön wenn sich die Presse nicht ständig kaufen lassen würde. Ansonsten kreirrt man dank Internet eigenständige Presseagenturen.
Die Natur kann man sehr gut auch ohne Jagdschein schützen.
Einen solchen benötigt man lediglich zum Töten
Worum also reden wir hier?
Beispielgebiete bbelegen, das ein Zusammenspiel der Arten sowie die Waldverjüngung ohne Jäger und ohne Jagd wesentlich besser funktioniert.
Fast 80 % der Bevölkerung stehen der Jagd als Hobby mittlerweile recht verständnisslos gegenüber und lehnen die veralteten Gesetze ab. Gesetze, die seit 1934 (von Göring geschrieben) nicht nennenswert reformiert wurden.
Man sollte diese Trachtengruppe aus den Wäldern jagen, mitsamt ihren Hunden, Fallen, und Waffen.
Der Mensch ist ein Raubtier??? Siche, sicher. Aber es gibt Ausnahmen. Dich zuim Beispiel. Raubtiere jagen. Du aber hockst im Gebüsch und tust abschießen. Das hat so wenig Jagd zu tun wie deine Fahrt im SUV bis 100 Meter vor den Hochstand ein Fußmarsch ist. Das sehen sicher nicht nur Städter so, sondern auch viele Landeier wie ich.
Und ein harter Bursche wird man nicht, weil man mit llächerlichem grünen Gewand und närrischem Hut im Gebüsch lauert und mit ähnlich vermumten Dickbäuchen, tote Tierkadaver zu Füssen, ums Lagerfeuer hopst und eine Halbe trinkt.
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen.
Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Hinzu kommen allein bis zu 30.000 erschossene Hunde und bis zu 400.000 Katzen, für deren Tod die JägerInnen nach eigenen Angaben verantwortlich sind.
Im "Jagdjahr" 2004/05 wurden von Jägern in Deutschland z.B. 552.812 Feldhasen, 162.096 Wildkaninchen, 445.267 Fasane und 11.745 Rebhühner getötet
(www.jagd-online.de/seite.cfm?020105).
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