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"Eau d'Aas"
Verwesende Fische und Rinderblut, ein Jahr lang gereift und gerührt - das ist "Eau d'Aas", ein Duftstoff, der Grizzlybären betört. Eine US-amerikanische Ökologin nahm es auf sich, 750 Liter davon anzusetzen, und das stinkende Gebräu anschließend - zusammen mit Freiwilligen - an Holzstapel in Bärengebieten zu pinseln.
Die Tiere strichen alsbald verzückt um das Holz, rieben sich daran und hinterließen Haarbüschel. Aus den Haaren erstellte die Wissenschaftlerin einen genetischen Fingerabdruck der Tiere und bestimmte so die Anzahl der Bären und die Größe ihrer Reviere - eine Datenbasis auf der die in mehreren US-Bundesstaaten gefährdeten Tiere besser geschützt werden sollen. Die Aktion brachte die Beteiligten an die Grenzen des Zumutbaren. Ist sie gerechtfertigt für Tiere, die jedes Jahr Menschen töten?
(Foto: AFP)
(sueddeutsche.de/beu/bgr)
23. Juni 2009, 15:34 2009-06-23 15:34:00
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