Die DSO ist zufrieden mit der Debatte und wünscht sich, dass sie noch möglichst lang weitergeht, im Interesse der Kranken, die auf eine Niere oder ein Herz warten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verspricht, diesen Wunsch so gut wie möglich zu erfüllen. Er sucht über die Fraktionsgrenzen hinweg im Bundestag Unterstützung für eine Änderung des Transplantationsgesetzes.
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Immer dabei: der Organspendeausweis im Geldbeutel. (© dpa)
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Bislang muss der Spender sich dazu ausdrücklich einverstanden erklären. Lauterbach möchte dagegen Organentnahmen an Toten generell erlauben, es sei denn, der Mensch widerspricht zu Lebzeiten. Dieser Vorschlag ist sehr umstritten und mithin geeignet, die Diskussion zu beflügeln.
Seit einer Woche erhält auch Lauterbach viele Anfragen über Transplantationen und viel Zuspruch für die Entscheidung Steinmeiers zugunsten einer Lebendspende - auch von Leuten, die, wie er sagt, mit der SPD nichts am Hut haben. Bei ihm, aber auch andernorts haben sich sogar Menschen gemeldet, die, aus welchen Gründen auch immer, auf der Stelle eine ihrer Nieren vergeben wollten. Ihnen musste erklärt werden, dass Lebendspenden in Deutschland auf Angehörige oder enge Freunde beschränkt sind.
Von Spender Steinmeier und Empfängerin Büdenbender kommen, wie gesagt, auch gute Nachrichten. Steinmeier empfängt Besucher, wie man hört, wenn auch wenige. Auch simst er mit seinem Handy in der Welt herum und kümmert sich um seine Frau. Die muss viel vorsichtiger sein, sich vor Infektionen hüten. Erst in einigen Wochen wird man wissen, ob ihr Körper die Niere annimmt.
Beide können aber damit rechnen, alsbald wieder ein ganz normales Leben zu führen, ohne spezielle Diät, Medikamente oder körperliche Einschränkungen. Steinmeier dürfte bald wieder fit sein. Und in Fällen wie dem seiner Frau sind Mediziner auch sehr zuversichtlich. Wenn nach einem Jahr alles in Ordnung sei, funktioniere die Niere in der Regel dauerhaft, lautet die ärztliche Botschaft.
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(SZ vom 01.09.2010/sukl)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Also wenn es nicht nach 120 Sekunden ist, nach wie vielen denn dann? Sind 300 Sekunden genug? 3.000? 30.000? Bei Beginn der Verwesung? Oder erst an deren Ende?
Abgesehen davon wird ja nur nach 120 Sekunden der Hirntod festgestellt, aber die Organe nicht unmittelbar danach entnommen. Zuerst wird der Körper für die OP vorbereitet, in den OP-Trakt verbracht, dort geöffnet, und erst dann (nach etlichen Minuten) die Organe entnommen.
Alles in allem genug Zeit, damit die Seele entfleuchen kann ...
das ist eine Frage des Gewissens, und der Umgehensweise damit.
Natürlich ist der Tod eines angehörigen schrecklich, aber man muss sich damit auseinandersetzen, es macht doch keinen Sinn die Leute davor zu verstecken - und da in dem Fall die Zeit drängt muss es nunmal sein. Die Eltern haben in dem Fall immerhin im Nachhinein das gute Gefühl ein anderes Leben gerettet zu haben, was den unnötigen Tod und den großen Schmerz möglicherweise lindern kann. Es macht doch auch absolut keinen Unterschied ob jemand mit oder ohne Organe beerdigt wird.
Gefragt wird übrigens hier jeder, wenn er keinen Ausweis hat, ohne Antwort - also wenn niemand erreicht wird - wird nichts entnommen - leider, man könnte den Angehörigen damit eigentlich ersparen darauf antworten zu müssen, wenn man es generell zulässt.
Ich hoffe in Ihrem Ausweis steht auch drin dass Sie keine Organe annehmen wollen, und auch keine Bluttransfusion oder ähnliche Vorzüge erhalten wollen für die andere Menschen gespendet haben, Sie haben mit dieser Ignoranten Ansicht nämlich wirklich kein Recht darauf, dass muss man einfach mal so sagen. Das ist nämlich immer das lustige - selber nicht spenden wollen, aber gern entgegennehmen... ekelhaft finde ich sowas.
Und was ist wenn sich die Seele noch nicht vom Körper gelöst hat? Schadet es der Seele wenn dem toten Körper was entnommen wird, oder könnte die Seele nicht eher glücklich darüber sein noch mitzukriegen dass der in diesem Moment nicht vermeidbare Tod des Körpers vielleicht doch noch zu was gut ist, jemand anderem ermöglicht weiter zu leben? Macht nicht erst damit der Tod wenigstens einen Sinn, und kriegt nicht die Seele dadurch nochmal einen extra-Schub gutes getan zu haben - vielleicht als Ausgleich wieviel schlechtes der Mensch zu Lebzeiten auf der Welt getan hat?
Für mich steht das Thema ausser Frage, es gibt nur eine Lösung: Jeder ist Spender, ausser er widerspricht. Widerspricht er, hat er auch kein Anrecht auf Spenden anderer. Damit löst man das Problem dass es zu wenig Organe gibt größtenteils, und damit auch die Sorge vieler dass sie möglicherweise nicht am Leben gehalten werden weil sie Spender sind.Wobei ich auch das für Blödsinn halte, kein Arzt lässt freiwillig jemanden sterben, und ausserdem ist sowieso die Frage wenn man mal in dem Stadium ist, dass sich die Frage stellen würde, ob man dann überleben will.
Unserem Wissen nach gibt es diese Regel in Österreich.
Frage was passiert bei einem Unfall. Sie liegen Tod auf der Strasse, sind Jung, haben keine Erklärung dabei. Nach dem Recht kann dann in Österreich nach einer kurzen Wartezeit alle Organe entnommen werden.
Aus diesem Grund habe ich eine Mitteilung in meine Pass eingeklebt.
Wer schützt mich also meinen Körper vor der willkürlichen Entnahme, wenn ich es auch aus welchen Gründen es nicht will. Unversertheit des Menschen.
Wenn Sie als Zivi im NAW Nachts im Krankenhaus sehen wie der Arzt die Mutter anspricht, weil Ihr Sohn "17" nach einem schweren Unfall nicht mehr zu retten ist, Sie gezielt nach den Nieren, Herz, Leber fragt, dann wissen Sie was in deutschen Karankenhäusern los ist. Das Gesicht dieser Frau in diesem Moment werde ich nie vergessen.
Mein Körper unterliegt der Unversertheit und wir sind nicht bereit einen Persil Schein aus zu stellen ohne Schutz. Denken Sie bitte es wäre Ihre Tochter, und man kann Sie per Telefeon nicht erreichen , was dann...............
Ein Fehler ist im Artikel - Frau Steinmeier wird nach der Operation natürlich Medikamente nehmen müssen und davon nicht zu wenig. Es sind zwar deutlich weniger als zuvor, allerdings ist es notwendig, dass die Imunabwehr des Körpers heruntergefahren wird, damit die Niere nicht so leicht abgestoßen wird. Dies ist nur mit Medikamenten und der höheren Gefahr vor Krankheiten zu bewältigen. Das Leben normalisiert sich zwar, aber die Niere verhält sich insgesamt gesehen nicht so, als wäre es ihre eigene.
Ich trage schon lange einen Organspendeausweis. Meiner Meinung nach sind die Ängste, die viele teilen vollkommen unbegründet. Für einen Organhandel gibt es in Deutschland gar keine Anreize. Eine Organentnahme ist in aller Regel mit hohen Risiken und Kosten seitens der Krankenhäuser verbunden, sodass diese ohnehin kein großes Interesse habe. Auch die Entschädigung seitens der Kassen nach geglückter Entnahme kompensieren nicht die vollen Kosten.
Paging