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14.03.2008    14:28 Uhr Drucken  |  Versenden  |  Kontakt
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Serie Geheimbünde - Teil IV

Der Ku-Klux-Klan

Erstmals 1865 in Tennessee von ehemaligen Offizieren der Armee der Südstaaten gegründet, wurde der rassistische Geheimbund immer wieder aufgelöst und wiederbelebt. Heute schätzt man die Mitgliederzahl auf etwa 7000.

Der Ku-Klux-Klan
vergrößern Mitglieder des Ku Klux Klan demonstrieren in Defiance, Ohio.
Foto: AP
 

Besonders im 19. und 20. Jahrhundert entstanden Geheimbünde in Europa, die mit rein politischen Zielsetzungen gegründet wurden. Das waren oft Arbeiter oder Studentenbewegungen, die für Reformen und Unabhängigkeit kämpften, nicht selten auf Leben und Tod.

Dabei entfernten sie sich meist von ihren ursprünglichen Idealen und führten ihren Kampf mit radikalen Mitteln weiter, um ihre Ziele zu erreichen. Andere spätere Organisationen wiederum versuchten, bestimmte politische Richtungen zu verhindern oder frühere Staatsformen wieder einzuführen.

Aber Geheimgesellschaften, die sich gegen die Willkür der Obrigkeit erhoben, gab es bereits im Zeitalter der Reformation – die sogenannten Bauernverschwörungen.

Der Ku-Klux-Klan ist eine noch heute bestehende rassistische Geheimgesellschaft in den Südstaaten der USA. Er entstand nach dem Sieg der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg und der Befreiung der schwarzen Sklaven und wurde im 20. Jahrhundert wiederbelebt.



vergrößern Ku-Klux-Klan-Mitglieder 1872.
Foto: oh
 

Der ursprüngliche Klan wurde 1865 in Tennessee von sechs ehemaligen Armeeoffizieren der unterlegenen Konföderation (Armee der Südstaaten) gegründet. Er vereinigte alle Anhänger der Sklaverei sowie die Feinde der Union und der republikanischen Partei in seiner Mitte.

Der Klan war ursprünglich als ein geselliger Klub entstanden, dessen Mitglieder jedoch bald begannen, grobe Streiche zu begehen und Farbige zu schikanieren. Die Organisation hatte zunächst keine politische Zielsetzung, richtete ihre Aktivitäten jedoch gegen die republikanische Reconstruction- Regierung und ihre Führer, in denen die Klanmitglieder ihre Feinde und Unterdrücker sahen.


Der Ku-Klux-Klan
Der ehemalige Südstaatengeneral Nathan Bedford Forrest wurde 1867 zum ersten "Großen Hexenmeister" gewählt.
Foto: oh
 

Außerdem waren sie der Überzeugung, dass die Weißen von Natur aus den Schwarzen überlegen seien, und wollten nicht hinnehmen, dass ehemalige Sklaven zu gleichberechtigten Staatsbürgern wurden.

So entwickelte sich der Klan zu einer radikalen Organisation, die sich der Bekämpfung der Reconstruction (Wiedereingliederungsphase nach dem Bürgerkrieg) in den Südstaaten verschrieben hatte.

1867 organisierte der Klan einen Bundeskongress, auf dem die zahlreichen Ortsgruppen zu einer Organisation zusammengefasst wurden und eine gemeinsame Verfassung erhielten. Der ehemalige Südstaatengeneral Nathan Bedford Forrest (1821-77) wurde zum ersten "Großen Hexenmeister" gewählt.


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Seine Macht war jedoch symbolisch, da die einzelnen regionalen Gruppen weiterhin unabhängig voneinander arbeiteten. Im Süden der USA hatte der Klan bereits über 500.000 aktive Mitglieder und unzählige Sympathisanten.

Die Mitglieder des Klans richteten ihre Gewalttaten besonders gegen die ehemaligen schwarzen Sklaven und deren Beschützer. Sie verpflichteten sich zu gegenseitiger Hilfe und zu strengstem Geheimnis bei Todesstrafe.

Brennende Kreuze als Drohung

In Roben oder Tücher gekleidet, maskiert und mit spitzen Kapuzen überfielen sie ihre Gegner und verbrannten in der Nähe ihrer Häuser Kreuze, um ihnen Angst einzujagen. Wenn solche Methoden nicht die gewünschte Wirkung zeigten, peitschten sie ihre Opfer aus, ermordeten sie und verbrannten ihre Häuser.


Der Ku-Klux-Klan
vergrößern Tausende Mitglieder des Ku-Klux-Klans bei einem "Konklave" 1926 in Washington.
Foto: AP
 

Der Klan rechtfertigte solche Aktivitäten als notwendige Maßnahmen zur Verteidigung der Vorherrschaft der Weißen und zum Schutz der weißen Frauen. Doch bald kam der Klan zunehmend unter den Einfluss von radikalen Elementen aus der Bevölkerung.

Die zahlreichen Ortsgruppen, Klaverns genannt, wurden dermaßen unkontrollierbar und gewalttätig, dass der Große Hexenmeister des Ku-Klux- Klans (so der offizielle Titel) 1869 den Geheimbund offiziell auflöste.

Doch nicht überall wurden seine Befehle befolgt, in vielen Südstaaten nahm die Gewalt sogar zu. Der Klan verlor jedoch allmählich an Einfluss.

1915 wurde der Klan neu gegründet und nannte sich offiziell „Invisible Empire, Knights of the Ku- Klux-Klan“ (Unsichtbares Reich, Ritter des Ku-Klux-Klans). Er entstand unter dem Einfluss des Films The Birth of a Nation, in dem der ursprüngliche Ku-Klux-Klan glorifiziert und mystifiziert wurde.


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