Ein kleines Leck an Board des Space-Shuttles Discovery bereitet der Nasa Sorgen: Die austretende Substanz könnte brennbar sein.

Ein kleines Leck an Board der "Discovery" hat der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa gegen Ende der derzeitigen Space-Shuttle-Mission einiges Kopfzerbrechen bereitet.

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Die Discovery-Crew beim Essen. Die Discovery soll am Montag zur Erde zurückkehren. (© Foto: Reuters)

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Sollte der Schaden schlimmer werden, könnte sich erstmals eines der drei Hydraulik-Systeme der Raumfähre abschalten, wie Nasa-Manager John Shannon mitteilte. Unklar war zu diesem Zeitpunkt noch die Art der Substanz die aus dem Leck austrat - wenn auch nur in der geringen Menge von etwa sechs Tropfen pro Stunde.

Hierbei könnte es sich laut Shannon um harmlosen Stickstoff oder um brennbares Hydrazin handeln. Stickstoff gelte als wahrscheinlicher, es gebe aber zurzeit keine Möglichkeit, dies mit Sicherheit festzustellen.

Also müsse man davon ausgehen, dass es sich um den Brennstoff handeln könnte. Die Menge liege aber noch um ein 100.000-Faches unter dem Wert, der ein Feuer auslösen könnte.

Probleme bei der für Montag geplanten Rückkehr der "Discovery" zur Erde sind laut Shannon nicht zu erwarten.

Das Leck befindet sich in der Leitung eines Hilfsgenerators für die hydraulische Steuerung und für Bremsmanöver. Diesen Generator will die Nasa nach eigenen Angaben am Sonntag routinemäßig still legen, um zu sehen, ob sich der Austritt der Substanzen aus dem Leck verändert. Bei geringen Mengen wäre dann ein Abbrennen möglich.

Die US-Raumfähre "Discovery" hat sich planmäßig am Samstag von der Internationalen Raumstation (ISS) abgekoppelt und den zweitägigen Rückflug zur Erde angetreten.

Am Montag werden die sechs US-Astronauten auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurückerwartet.

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter wird dagegen noch mindestens sechs Monate auf der Weltraumstation bleiben. Es ist der erste Langzeitbesuch eines Astronauten der Europäischen Weltraumorganisation ESA auf der ISS.

Der 48-Jährige soll dann Ende Dezember von der "Discovery" wieder abgeholt werden.

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(AP)