Freundliche Kollegen werden sehr geschätzt - aber in Führungspositionen sind sie selten zu finden. Es sind eher die dominanten Egoisten, die Karriere machen. Warum eigentlich? US-Forscher bieten eine Antwort.
Es ist eine Erfahrung aus vielen Unternehmen: Ist eine Führungsposition zu besetzen, kommen häufiger die Ellenbogen-Typen zum Zuge als die freundlichen und geschätzten Kollegen - warum eigentlich?
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Nick Hendricks (Jason Bateman, links) ist ein netter Kerl, der sich nicht gegen seinen Chef Dave Harken (Kevin Spacey) durchsetzen kann und darum beruflich nicht vorankommt. Das geht vielen Menschen auch im wirklichen Leben so, aber im Hollywood-Film "Kill the Boss" beschließen Hendricks und seine Freunde, ihre Chefs umzubringen. (© Warner Bros.)
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Eine mögliche Antwort liefert jetzt ein Forscherteam um Nir Halevy von der Stanford University in einer Studie, die im Fachmagazin Journal of Personality and Social Psychology erscheinen wird. Ihre Vermutung: Die Netten werden gemocht, aber ihnen wird nicht wirklich zugetraut, dass sie durchsetzungsfähig genug für den harten ökonomischen Wettbewerb sind.
Zum Beleg ihrer These veranstalteten die Forscher einige einfache spieltheoretische Experimente, bei denen die Teilnehmer zehn Chips im Wert von insgesamt 20 Dollar behalten oder in einen gemeinsamen Topf einzahlen konnten.
Dabei hatten die Spieler die Option, dass sie beim Teilen ihres Vermögens mit der eigenen Gruppe zugleich einer zweiten Gruppe schaden konnten. Bei einer nachfolgenden Befragung ergab sich, dass ein egoistisches Verhalten und die bewusste Schädigung der Parallelgruppe dazu führte, dass der entsprechende Spieler zwar als unangenehm, aber immerhin als dominant wahrgenommen wurde.
Teilte er hingegen seine Spielchips mit der eigenen Gruppe, gewann er zwar an Sympathie, aber die Dominanz-Wahrnehmung unter den anderen Versuchsteilnehmern schwand. Am schlechtesten schnitten jedoch jene Versuchsteilnehmer ab, die ihr Vermögen großzügig mit der eigenen und der fremden Gruppe teilten: Sie galten weder als besonders angenehm noch als dominant.
Dies bestätigte auch eine anschließende Wahl, bei der die Studienteilnehmer einen Chef bestimmen mussten, der sie in einem fiktiven Wettbewerb mit der anderen Gruppe führen sollte: Am meisten Erfolg hatten die dominanten Egoisten. "Die netten Kerle schaffen es nicht an die Spitze, wenn ihre Gruppe einen dominanten Führer braucht, der sie in Zeiten des Konflikts leiten soll", folgert Halevy.
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(SZ vom 29.09.2011/mcs)
Mubarak-Prozess in Ägypten
Ich bin verwundert.
Zuerst unterstellen Sie mir Antiamerikanismus. Nur weil ich nicht dem amerikanischen "Vorbild" folgen mag bin ich nicht gegen Amerika, ich kann andere Meinungen und anderes Verhalten durchaus tolerieren.
Ich wies Sie darauf hin, das ich die Zukunft beschrieb...das bedeutet, das die Gegenwart also veränderungswürdig ist.
Bei der Beschreibung der Gegenwart gab ich ihnen Recht, es gibt ein Obrigkeitsdenken.
Sie spielten auf Guttenberg an...ich beschrieb, das jemand, der sich lediglich zur Schau stellt und nichts kann tief fallen kann.
(Mal nebenbei, wo rappelt er sich wieder auf? In Amerika.)
Sie schreiben, das sie jemanden, der ohne Leistung, lediglich durch Beziehungen nach oben kommt, nicht ernst nehmen können.
Wo ist der Widerspruch zu meinen Aussagen? Warum streiten Sie mit mir, wenn Sie doch nur bestätigen was ich schreibe?
Das passt in sofern zusammen, als dass ich nicht gesagt habe, dass ich mir gerne was sagen lasse, sondern das ich gesagt habe, dass ich mir "im Zweifel" lieber etwas von einem kompetenten A****loch sagen lasse, als von einer inkompetenten Luftpumpe, die in ihre Position geboren wurde. Insofern ist alles stimmig in meinen Ausführungen.
Um Aufzusteigen haben es diejenigen nötig das von ihnen genannte A...loch zu geben, die sonst nichts zu bieten haben, denn sie müssen von ihrer Unfähigkeit ablenken. Wer etwas kann beweist es.
Ich finde aber folgendes bemerkenswert:
"...dass deren Idee von einem Team mit flachen Hierarchien so großen Anklang findet."
Sie meinten in einem vorigen Beitrag, Sie lassen sich lieber etwas sagen.
Wie passt das zusammen? Sie zementieren das Obrigkeitsdenken, das Sie vorhin anprangerten.
Von "nötig haben" war ja auch keine Rede.
@Ruediger_Kalupner: Ja, Fußball reflektiert viele Facetten des modernen Menschseins. Ich empfinde bei Barcelona, in dem Zusammenhang, nicht nur die Ästhetik ihres Fußballs als Triumph des Schönen im Sport, sondern empfinde es auch durchaus als positives Zeichen in gesellschaftsevulotorischen Zusammenhängen, dass deren Idee von einem Team mit flachen Hierarchien so großen Anklang findet. Im Gegensatz zu den klassischen Modellen mit Stars (Madrid) oder starken Anführern (Walter-Elf). Das scheint mir ein gutes Zeichen für ein fortschrittliches Bewusstsein zu sein, dass das so viele Anhänger findet, auch wenn es sein mag, dass das nicht jeder so für sich erschließt.
In dem Zusammenhang stößt mir die, zudem auch journalistisch schlecht informierte, Kriegsrhetorik von Oliver Kahn immer wieder schlecht auf, der Fußball immer noch so kommentiert, als würde er die WM 86 begleiten.
@ Dippekoche. Ihr Hinweis auf FC Barcelona finde ich große Klasse!
Das 'System Fußball' ist übrigens einzigartig gut geeignet, um Evolutionsprozess-Theorie zu lehren, verehrter @Dippekoch.
Mit den Kriterien meiner 'Steuerungssystemtheorie/kybernetisches Modell des Evolutionsprozesses' beurteilt, ist des 'System Fußball', bzw. die gesellschaftliche Veranstaltung 'Fußball' die evolutionärste Erfindung, die die Menschen bisher gemacht haben, weil es keine vergleichbare Veranstaltung - andere Sportarten, Theater, Kunst, Politik einschl. von Kriegen und Krisen - der Menschen gibt, die eine höhere Wechselwirkung - global und regional - realisiert. Die Gründe für seine Faszination und Vorherrschaft sind im Evolutionprozessmodell leicht abbildbar. Ständig wechseln im Spiel geniale KREATIV-Spielzüge sich mit brutalsten Fouls ab und ständig ereignen sich Zufälle, Einzelversagen, Fehlentscheidungen und Geniestreiche, usf., die den bisherigen Verlauf auf den Kopf stellen können.
Dies nur als Einstieg.
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