Trotz der globalen Erwärmung: Mit milderen Wintern sollten Europäer in den nächsten Jahren nicht rechnen. Im Gegenteil. Schuld ist ausgerechnet die Sonne.
Nachdem Europa aus einem langen und harten Winter erwacht ist, fragen sich auch manche Klimaforscher, was die mögliche Ursache dafür war. Wissenschaftler aus England und Niedersachsen geben nun eine Antwort, die man salopp so zusammenfassen könnte: Die Sonne war schuld.
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Forscher machen den Einfluss der Sonne nicht an fehlender Wärme, sondern am Magnetfeld fest. (© Foto: dpa)
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Präziser formuliert lautet die These der Forscher um Mike Lockwood von der Universität im britischen Reading: Eine besonders geringe magnetische Sonnenaktivität macht kalte Winter in Mitteleuropa zurzeit wahrscheinlicher, selbst wenn sich die Welt insgesamt durch den Klimawandel weiter erwärmt.
"Der letzte Winter passte genau ins Muster, auch wenn die geringe Sonnenaktivität nicht die einzige Ursache dafür gewesen sein kann", sagt Ko-Autor Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau.
Europa bibberte vor allem deswegen, weil statt der üblichen Westwinde vom mild-temperierten Atlantik Nord- und Ostwinde arktische Luft heranschaufelten. Eine weniger aktive Sonne begünstigt solche Wetterlagen offenbar - über eine lange komplizierte Ursachenkette, die die Forscher nicht genau kennen.
Sie machen den Einfluss der Sonne dabei nicht an fehlender Wärme oder Licht fest, sondern an Sonnenflecken und Sonnenwind, also dem Magnetfeld. Es erreicht zurzeit so niedrige Werte wie seit Jahrzehnten nicht mehr und steuert womöglich auf einen Tiefststand zu wie während des sogenannten Maunder-Minimums im 17.Jahrhundert. Damals schufen Landschaftsmaler in Europa Bilder klirrend kalter Winter und zugefrorener Flüsse.
Temperaturen könnten um ein halbes Grad fallen
Die Temperaturen zwischen Dezember und Februar könnten wegen der geringen Sonnenaktivität um ein halbes Grad Celsius fallen, sagen die Forscher (Environmental Research Letters, Bd.5, Nr.24001, 2010). Ihre These leiten sie aus dem Vergleich von Temperaturmessungen in England seit 1659 und Daten über die magnetische Aktivität der Sonne ab.
Die Forscher wollen aber nicht als Skeptiker missverstanden werden, die den Einfluss der Treibhausgase auf das Klima bestreiten. Der Effekt der solaren Aktivität sei auf Winter in Europa begrenzt, weil nur hier die milden Winde blockiert werden könnten.
"Der Zusammenhang war erst erkennbar, nachdem wir den Trend der globalen Erwärmung herausgerechnet hatten", sagt Sami Solanki. Mike Lockwood ergänzt: "Dieser Winter gehörte in Großbritannien zu den 14 kältesten in 160 Jahren, obwohl die globale Durchschnitts-Temperatur die fünftwärmste war. Solche Diskrepanzen sind viel wahrscheinlicher, wenn die Sonnenaktivität niedrig ist."
Dass der Effekt womöglich doch die ganze Welt beeinflusst und den Klimawandel verhindert, bestreitet auch Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Selbst wenn die Sonne wieder eine jahrzehntelange Phase der Inaktivität wie das Maunder-Minimum erlebte, fiele die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 nur um 0,3 Grad niedriger aus.
Der Temperaturanstieg würde also nur um ein Zehntel abgemildert. "Aber die Kollegen haben ziemlich überzeugend gezeigt, dass es mindestens in Europa trotzdem kalte Winter geben könnte."
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(SZ vom 15.04.2010/cosa)
Machtkampf in der Linken
Mojib Latif, 2000: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben."
Volle Zustimmung. Egal ob es wärmer oder kälter wird und ob dass mehr regional und überregional stattfindet, ob es mehr oder weniger regnet, ob die Zahl der Sonnentage in einem Jahr hoch oder niedrig ist oder obe es viele oder wenig Ungewitter gibt, Fakt ist, die menschengemachte Klimakatastrophe findet statt. Völlig egal, wie die Realität ist.
Schon in wenigen Jahrzehnten wird unsere Erde zu weiten Teilen unbewohnbar sein, wegen dieser Klimakatastrophe.
Abgesehen davon, dass die Erde das heute auch schon ist und eigentlich auch immer war, zu großen Teilen unbewohnbar, erinnert das Ganze immer mehr an den Aberglauben vergangener Zeiten.
das Klima ändert sich, dass ist unbestreitbar, schon alleine aus der Tatsache, weil es das schon immer getan hat. Aber muß das unbedingt eine Katastrophe sein? nd können wir das überhaupt beeinflussen? Wohl eher nein.
Ein Argument der ÖkoBewegung gegen die Gentechnik ist, der Mensch soll nicht Gott spielen.
Beim Klima wollen die gleichen Kreise dann aber ganz massiv "Gott" sein und das Weltklima steuern.
Das ist vermessen.
Die Forscher und interessierte Laien sind von den Etablierten immer ausgelacht worden, wenn sie darauf hingewiesen haben, dass die Sonne einen Einfluss auf globale Temperaturen hat.
Die Klimarechenmodelle gehen, bis auf eine Ausnahme, unisono davon aus, dass die Sonne keinen Einfluss auf globale Temperaturveränderungen hat.
Diese Auffassung über einen Einfluss der Sonne scheint sich jetzt zu ändern.
Ändern müssen sich natürlich dann auch die Rechenmodelle. Und eigentlich auch die Angaben über die tolerierbare globale Erwärmung bis zum Jahr 2100.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell in manchen Berichten ein Temperaturrückgang irgendwo auf dieser Welt (ob nun "richtig" gemessen oder nicht) immer sofort ergänzt werden muss um Zusätze wie "das hat aber mir der allgemeinen Klimaerwärmung garnix zu tun, manno". Glauben wir wirklich, dass wir durch eine Konzentration im Promillebereich das Weltklima beeinflussen können??? Komischerweise war es im Mittelalter schonmal wärmer als heute, auch ohne Industrieschornsteine.
Natürlich sollten wir auf Nachhaltigkeit und Sauberkeit bedacht sein, aber diese Panikmache im großen Stil nervt langsam. Einfach mal unter "Klimalüge" ein wenig googeln...
Haben die Autoren des Papers auch erwähnt, dass der Winter 2006/2007 in weiten Teilen Mitteleuropas der wärmste der letzten 150 Jahre war, obwohl die Sonnenaktivät 2006 fast genauso schwach war, wie im Winter 2009/2010? Der Winter 2009/10 war übrigens nicht überall in Deutschland unterdurchschnittlich kalt. So lag die Durchschnittstemperatur zum Beispiel in Freiburg mit + 1.7 °C exakt auf dem Durchschnitt des Referenzzeitraums (1961-1990, Angaben des DWD). Der kälteste Monat war der Januar 2010 mit lächerlichen -0.5 °C. Zum Vergleich: einer der kältesten Wintermonate der letzten 150 Jahre am Oberrhein war der Februar 1956 mit - 9,0 °C !!!!!! (Daten von Basel). Zwischen 1950 und 1960 erreichte die Zahl der Sonnenflecken (Sonnenaktivität) übrigens einen der höchsten Werte des 20. Jahrhunderts.
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