Trotz der Gewitter in diesen Wochen: In Zukunft werden die Sommer trockener und wärmer. Doch wer sich auf mildes Mittelmeerklima freut, irrt gewaltig.
Die Nachricht überrascht an diesem heißen Tag: Der Sommer 2009 werde kühler ausfallen als in den vergangenen Jahren, berichtet der Deutsche Wetterdienst DWD. Gleichwohl sei der Trend zur Erwärmung ungebrochen; seit 21 Jahren erlebe Deutschland stets neue Temperaturrekorde. Schwankungen von Jahr zu Jahr fielen da nicht ins Gewicht. Und die August-Temperaturen sind in Deutschland am stärksten gestiegen.
Sommerzeit ist derzeit immer auch Gewitterzeit - wie hier über Dresden. (© Foto: dpa)
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Es begann 1988. Seither erlebt Deutschland ein ungewöhnlich warmes Jahr nach dem anderen. Lediglich 1996 brachte Abkühlung. Ein neues Klima hat sich eingestellt: In den Jahren von 1961 bis 1990 betrug die Jahrestemperatur durchschnittlich 8,2 Grad - von 1977 bis 2006 dagegen 8,7 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst berechnet hat.
Seit 1901 schnellte die Jahrestemperatur in Deutschland um ein Grad in die Höhe, etwas stärker sogar als weltweit. Der Südwesten Deutschlands hat sich dabei deutlich stärker erwärmt als der Nordosten: Während es im Saarland übers Jahr 1,6 Grad wärmer geworden ist, sind die Temperaturen in Mecklenburg-Vorpommern fast gar nicht gestiegen.
Vor allem Frühjahr und Sommer in Deutschland seien wärmer geworden, sagt Gerhard Müller-Westermeier vom DWD. Dennoch regne es nicht weniger als früher, sagt der Meteorologe - Ausnahmen seien Sachsen und Brandenburg, dort macht sich die Entfernung zum Atlantik bemerkbar. "In Bayern gibt es sogar eine leichte Zunahme der Sommerniederschläge seit 1901", konstatiert Müller-Westermeier. Zwar wurde es in den letzten Jahren etwas sonniger. Doch auch im Sommer überwiegen hierzulande weiterhin Wolken. Der Himmel über Deutschland ist im Juli im Durchschnitt zu 62 Prozent bedeckt. In den Bergen bleibt es häufiger wolkig als im Flachland.
Eine besonders regenträchtige Witterung schiebe sich im Sommer vermehrt nach Mitteleuropa, berichtet Wolfgang Fricke vom Deutschen Wetterdienst: Es ist die sogenannte Vb-Wetterlage. Dabei rücken Luftmassen, die sich über dem warmen Mittelmeer mit Feuchtigkeit vollgesogen haben, von Süden her vor. Wo sie abregnen, quellen die Flüsse über. Die Hochwasser an der Oder 1997, in Bayern 1999, an der Elbe 2002 und in den Alpen im Jahr 2005 wurden von Vb-Wetterlagen verursacht.
Manche Regionen in Deutschland hätten in den letzten Jahren heftigere Gewitter und Starkregen als früher erlebt, sagt Müller-Westermeier. Je wärmer die Luft, desto größere Mengen Feuchtigkeit kann sie aufnehmen; es bilden sich gewaltige Wolkentürme. Für das ganze Land jedoch zeichne sich bislang kein Trend zu stärkeren Niederschlägen ab, hat der DWD erkannt.
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Demonstrationen in Hamburg
... mal wieder der Klimawandel herhalten muss, um die Zeitungen zu füllen. Man kann zwar - auch mit den tollen Modellen von KIP und Konsorten - keine konkreten Vorhersagen machen. Zum Kaffeesatzlesen recht es aber immer noch: Das Klima wird vielleicht so oder doch nicht, auf jeden Fall wird es anders. Und das sollte uns alle in Panik versetzen, denn eigentlich geht es nicht darum, dass sich das Klima ändert; WIR SOLLEN UNS ÄNDERN.
Übrigens hatten wir diesen Sommer bereits die große Panikmeldung vom dahinschmelzenden Arktiseis. Hätte man doch die Leute gefragt, die über Jahre hinweg die Ausdehnung des arktischen Eises beobachtet haben. Diese Leute wissen, dass die diesjährige August-Ausdehnung eher als üppig zu bezeichnen ist. Aber das will ja keiner hören.