Durch ihre aerodynamische Form wird sich die Fähre in der Erdatmosphäre besser steuern lassen. "Damit könnten die Russen von ihrem Startplatz im kasachischen Baikonur abheben, aber auf russischem Boden landen", erklärt Isakeit.
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Militärische Flugplätze sollen als Landebahnen fungieren, so die momentanen Planungen. Das Projekt hat der Raumfahrt Russlands neue Energie eingehaucht. "Die russische Weltraumindustrie hat die Stagnationsphase überwunden und schreitet selbstbewusst voran", sagte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow als er den gestiegenen Etat seiner Behörde bekannt gab.
Auch die Esa verfolgt Kliper mit Interesse und schließt die Möglichkeit einer technischen Zusammenarbeit nicht aus. Die Europäer können bislang ebenfalls keine Lasten aus dem All zurückbringen.
Der von Europa konstruierte unbemannte Transporter ATV, der kommendes Jahr erstmals mit einer Ariane-Rakete ins All geschossen werden soll, verglüht wie die Progress auf dem Rückweg von der Raumstation. Und für Astronauten haben die Europäer gar kein eigenes Transportsystem - ihre Rolle in der bemannten Raumfahrt bleibt damit die eines Juniorpartners.
Immerhin kamen sich Europäer und Russen bei der Zusammenarbeit im All in den vergangenen Jahren deutlich näher. So flog die Esa-Sonde Mars Express 2003 mit einer Sojus-Rakete zum Roten Planeten.
In diesem Herbst wollen die Europäer ebenfalls mit der russischen Rakete eine Raumsonde zur Venus schießen. Und auf dem Raketenbahnhof in Kourou, der Heimatbasis der europäischen Ariane, sollen in den kommenden Jahren auch Sojus-Raketen in den Himmel über Französisch-Guayana donnern.
Zunächst nur unbemannt, aber "Astronautenflüge sind auch denkbar", so Isakeit. Ob es auch bei Kliper zu einer Kooperation kommt, muss noch ausgelotet werden. Nicht nur in Europa gibt es Interesse: Auch Japans Raumfahrer sollen bereits in Moskau vorstellig geworden sein.
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(SZ vom 26.7.2005)
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