Zur Vorbeugung genügen momentan noch einige einfache Verhaltensregeln - ein Fleischverzicht ist unnötig.
Die klassischen Erreger der Schweinegrippe gehören zu den Influenza-A-Viren vom Subtyp H1N1 und wurden bereits im Jahr 1930 isoliert. Es wurden aber auch schon Schweinegrippe-Epidemien von den Erregern H1N2, H3N2 und H3N1 ausgelöst.
Was hilft gegen die Schweinegrippe? (© Foto: AFP)
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Mit H (Hämagglutinin) und N (Neuraminidase) werden charakteristische Ausstülpungen auf der Oberfläche von Influenza-Viren bezeichnet. Mit Hilfe dieser Fortsätze docken die Viren an Körperzellen an, entern sie und vermehren sich in der Zelle, um sich anschließend im Körper zu verbreiten. Gegen die Ausstülpungen der Viren richten sich körpereigene Abwehrzellen; Medikamente und Impfstoffe haben hier ihren Angriffspunkt.
Medikamente: Es gibt verschiedene Medikamente gegen Influenza-Viren, die auch gegen die Schweinegrippe wirken könnten. Besonders die so genannten Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza) haben sich in früheren Tests als hilfreich erwiesen. Sie verhindern, dass sich die Viren im Körper vermehren und lindern Fieber, Gliederschmerzen und andere Symptome. Es ist jedoch nicht sinnvoll, diese Medikamente vorbeugend einzunehmen.
Impfung: Eine Impfung gegen die klassische Schweinegrippe gibt es zwar für Schweine, aber noch nicht für Menschen, dazu ist der jetzige Erreger zu neu und zu unbekannt. Ein Impfstoff steht frühestens in einigen Monaten zur Verfügung, da er eigens gegen das veränderte H1N1-Influenza-Virus in Speziallaboren gezüchtet werden muss.
Sich gegen die konventionelle Grippe impfen zu lassen, bietet nach derzeitigem Kenntnisstand keinen zusätzlichen Schutz vor der Schweinegrippe. Damit kann höchstens verhindert werden, dass sich neue "Super-Viren" aus dem Erreger-Reservoir von Tier und Mensch bilden. Aus diesem Grund wurde die Grippe-Impfung im Zusammenhang mit der Vogelgrippe immer wieder empfohlen.
Schweinefleisch: Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC ist sich sicher, dass die Erreger der Schweinegrippe nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden können. Wird Schweinefleisch auf mindestens 72 Grad Celsius erhitzt, ist sichergestellt, dass eventuell vorhandene Schweineinfluenza-Viren abgetötet und nicht weiterverbreitet werden.
Alltagsempfehlungen: Eine Reisewarnung für Mexiko und die USA gibt es bisher zwar nicht. Empfohlen werden dort jedoch Verhaltensregeln, mit denen die Verbreitung aller Infektionskrankheiten eingedämmt werden kann, die mittels Tröpfcheninfektion übertragen werden:
1) Engen Kontakt zu Menschen vermeiden, die krank sind. Größere Menschenansammlungen meiden.
2) Wenn man selbst krank ist, zu Hause bleiben, und engen Kontakt zu anderen Menschen vermeiden.
3) Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit einem Taschentuch bedecken. Schutzmasken sind in Deutschland derzeit nicht nötig.
4) Regelmäßiges Händewaschen, um die Keimübertragung zu vermeiden.
5) Nase, Mund und Augen nicht zu oft berühren, da dies Eintrittspforten für Erreger sind.
6) Allgemeine Gesundheitsempfehlungen beachten wie genügend schlafen, körperlich aktiv sein, Stress vermeiden, genug trinken und ausgewogen essen.
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(SZ vom 27.04.2009/bilu)
Demonstrationen in Hamburg
Die Influenza kann sich durch kaltes Trinkwasser ausbreiten. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Ultrafiltration des Trinkwassers für 0,50 Euro je Person und Monat ist erforderlich.
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