Unterricht trotz Schweinegrippe: Renate Einzel-Bergmann, Rektorin eines Gymnasiums in München-Pullach, über die neue Strategie gegen das Virus.
sueddeutsche.de: Frau Einzel-Bergmann, wie viele Kinder ihrer Schule sind an Schweinegrippe erkrankt?
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Der Unterricht geht weiter wie bisher: Gesundheitsämter bieten dem Schweinegrippe-Virus die Stirn und setzen auf verschärfte Hygienemaßnahmen. (© Foto: action press)
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Renate Einzel-Bergmann: Das Gesundheitsamt München-Land hat uns seit Schulbeginn 29 Fälle bestätigt.
sueddeutsche.de: Der Unterricht wird nicht abgebrochen, sondern geht weiter wie bisher. Das ist eine neue Strategie.
Einzel-Bergmann: Schulen dürfen im Fall einer meldepflichtigen Erkrankung wie der Schweinegrippe nicht entscheiden. Allein die Gesundheitsämter beschließen, ob eine Schule offen bleibt oder nicht. Bei uns sind die Behörden der Überzeugung, dass eine Schließung zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich ist, um das Virus einzudämmen. Das ist auch bei anderen Schulen der Fall. Allerdings wird zu Beginn der kommenden Woche die Lage neu bewertet. Je nachdem, wie sich die Zahlen entwickeln, wird das Gesundheitsamt eventuell weitere Maßnahmen ergreifen.
sueddeutsche.de: Was sagen denn die Eltern der gesunden Kinder?
Einzel-Bergmann: Dieses Thema beschäftigt mich im Moment zwölf Stunden am Tag. Ich erkläre natürlich immer wieder, welche Vorsichtsmaßnahmen wir ergriffen haben. Aber viele Eltern sind sehr besorgt. Ich kann das gut verstehen, ich bin selbst auch Mutter.
sueddeutsche.de: Wie soll das Virus eingedämmt werden?
Einzel-Bergmann: In den Toiletten gibt es Seife und Desinfektionsmittel. In den Klassenzimmern und in den Lehrerzimmern haben wir Seife und Desinfektionsgel. Der Reinigungsdienst hat die Anweisung bekommen, dem Wischwasser Desinfektionsmittel beizugeben. Die Klinken werden separat desinfiziert.
sueddeutsche.de: Und was können die Schüler selbst tun?
Einzel-Bergmann: Alle Eltern haben ein Merkblatt bekommen, das uns vom Kultusministerium zur Verfügung gestellt wurde. Nach der Toilette gründlich die Hände zu waschen sollte selbstverständlich sein. Wir haben aber auch darauf hingewiesen, dass Umarmungen und Bussis im Augenblick vielleicht eher zu vermeiden sind. Das Merkblatt empfiehlt auch, vorsichtig zu niesen und zu husten. Ein Taschentuch sollte schon immer zur Hand sein.
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(sueddeutsche.de/jug)
Machtkampf in der Linken
"Der Leiter der Abteilung Öffentliches Gesundheitswesen Staatliches Gesundheitsamt im Landratsamt München - ordnet anlässlich des Ausbruchgeschehens (Neue Influenza A/H1N1) die Schließung des Gymnasiums Pullach bis einschließlich Sonntag, den 4. Oktober 2009, an.
Zweck dieser Präventionsmaßnahme ist eine Unterbrechung der Infektionskette.
Wir bitten alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, mit dieser Entscheidung verantwortungsbewusst umzugehen, damit das angestrebte Ziel möglichst effizient erreicht werden kann.
Informieren Sie sich bitte über das weitere Geschehen ab Donnerstag, 01. 10. 09, hier, auf der Homepage unserer Schule.
Allen Kranken wünschen wir weiterhin herzlich gute Besserung.
Renate Einzel-Bergmann
Oberstudiendirektorin
Schulleiterin"
aber vermutlich sind sowieso schon alle infiziert gewesen.
paßt das Tuch im Bild farblich doch prima.
Das Mundtuch täte viel schöner aussehen, wäre es weiß/blau kariert (und amtlicher).