Die Menge an Thiomersal, die mit der Impfung gegen die Schweinegrippe einmalig aufgenommen wird, ist gering. Sie beträgt maximal 25 Mikrogramm - davon sind 12,4 Mikrogramm Quecksilber. Zum Vergleich: Nach Analysen der Verbraucherschutzkommission der EU aus dem Jahr 2008 nehmen Europäer jede Woche durchschnittlich 96 Mikrogramm Quecksilber durch Nahrungsmittel auf, zum Beispiel Fisch.

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Eine Packung Pandemrix besteht aus Durchstechflaschen mit Suspension für zehn Dosen. Wenn aber nur ein oder zwei Patienten am Tag zur Impfung kommen, muss die angebrochene Impfstoffflasche weggeworfen werden, was viele Ärzte verärgert. "Das ist produktionsbedingt so", sagt Susanne Stöcker. "Das Impfkonzept ist entstanden, als man in kurzer Zeit viel Impfstoff für viele Menschen in großer Menge haben wollte." Jetzt könne man die Befüllung nicht mehr so schnell ändern. Um die Impfstoffe länger haltbar zu machen, wurde das Thiomersal beigefügt. Statt drei bis vier Stunden können die angebrochenen Flaschen nun 24 Stunden verwendet werden.

Zwar hat die EU gerade gewarnt, dass sich bis zu ein Drittel der Bevölkerung in Europa infizieren könnte. Aber die Impfaktion läuft nur schleppend an. Das liegt auch daran, dass Pandemrix für die Bevölkerung vorgesehen ist, während Regierung und Bundeswehr den anderen Impfstoff Celvapan bekommen, der nicht besser getestet ist, aber keine Wirkverstärker und kein Thiomersal beinhaltet - und dafür nur drei Stunden haltbar ist.

Australien trifft die Influenza härter

In anderen Teilen der Welt verläuft die Schweinegrippe heftiger. In Australien mussten 722 Patienten auf Intensivstationen behandelt werden, 103 starben, wie das New England Journal of Medicine berichtet. In Schweden wird seit dem 12.Oktober mit Pandemrix geimpft, dem Impfstoff, der auch in Deutschland eingesetzt wird.

Nach etwa 500.000 Impfungen wurden 200 Meldungen über mögliche Nebenwirkungen von der schwedischen Arzneimittelbehörde registriert. Aus Sicht des Paul-Ehrlich-Instituts spiegelt diese Zahl an Zwischenfällen wider, was von den Behörden nach klinischen Tests erwartet wurde. Ob es im Zusammenhang mit der Impfung tatsächlich zu Todesfällen kam, wie Boulevardmedien berichten, ist unklar und wird noch geprüft.

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  1. Furcht vor Quecksilber im Impfstoff
  2. Sie lesen jetzt Erste Erfahrungen aus Schweden
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(SZ vom 28.10.2009/beu)