Schweinegrippe Bayern ist besonders stark betroffen

Innerhalb einer Woche sind mehr als 4500 Menschen im Freistaat an der Schweinegrippe erkrankt.

Bayern ist weiterhin am stärksten von der Schweinegrippe in Deutschland betroffen. Die Zahl der Fälle im Freistaat steigt weiter rasant an: Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag bekannt gab, wurden bis zum Ende vergangener Woche insgesamt 12.590 mit dem H1N1-Virus infizierte Menschen registriert.

Allein vom 26. Oktober bis zum 1. November verzeichnete Bayern 4560 neu bestätigte Fälle, ein Anstieg von 256 Prozent gegenüber der Vorwoche. Damit stammen knapp 60 Prozent aller neu gemeldeten Fälle in Deutschland aus Bayern.

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland verdoppelte sich innerhalb einer Woche. Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte nach jüngsten Daten 7822 neue Fälle.

Die Gesamtzahl der Schweinegrippefälle in Deutschland wird auf rund 40.000 geschätzt. Mindestens neun Menschen sind mittlerweile an der Infektion gestorben. Am Samstag starb in Kassel eine 15- jährigen Schülerin an einer Herzmuskel-Entzündung. Bei ihr wurde das H1N1-Virus nachgewiesen. Noch ist aber unklar, ob es die Ursache der Entzündung war. Am Montag wurde der Tod von zwei Frauen aus Hagen und Münster bekannt, die das Virus trugen. Auch bei diesen Fällen ist die genaue Todesursache noch nicht sicher.

Die Bundesregierung versuchte unterdessen am Montag, Sorgen wegen mangelnder Schweinegrippe-Impfstoffmengen zu zerstreuen. "Es war klar, dass der Stoff nicht in einer 50-Millionen-Dosis plötzlich da ist", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. "Es war immer klar, dass es zu Wartezeiten kommen würde. Das ist ganz normal." In einigen Regionen Deutschlands war der Impfstoff in den vergangenen Tagen bereits ausgegangen. Viele Menschen müssen wochenlang auf einen gewünschten Impftermin warten.

Angesichts der in vielen Regionen schleppend anlaufenden Massenimpfung lud Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die Landesminister für diesen Mittwoch nach Berlin ein. Erörtert werden soll, was gegen mögliche Schwachstellen in der Versorgung getan werden können.

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