Mediziner rechnen zum Jahresende hin mit einer massiven Ausbreitung der Schweinegrippe - und mit Todesopfern auch in Deutschland.
Gesundheitsexperten befürchten, dass sich die Schweinegrippe im Herbst massiv ausbreiten wird. "Wir müssen damit rechnen, dass es dann auch in Deutschland mehr schwere Verläufe und Todesfälle geben wird", sagte Johannes Löwer, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, am Donnerstag in Berlin.
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Eine Mitarbeiterin vom Institut für Virologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) untersucht am Mittwoch (29.07.2009) in Hannover Zellkulturen auf Influenza-Viren (A/H1N1 (© Foto: dpa)
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Das Institut untersteht dem Bundesgesundheitsministerium und ist unter anderem für die Genehmigung klinischer Prüfungen bestimmter Arzneimittelgruppen zuständig.
Auch Jörg Hacker, Präsident des Robert-Koch-Instituts, warnte: Aktuell verliefen die meisten Fälle mild, aber je mehr Menschen sich ansteckten, umso größer sei die Gefahr, dass schwere Verläufe zunähmen. Insgesamt seien bis Montagmittag 8619 Fälle in Deutschland gemeldet worden. Zum Vortag stieg die Zahl damit um 656.
Bei den meisten Infizierten handele es sich um Reiserückkehrer. Doch immer mehr Menschen würden sich auch in Deutschland anstecken, sagte Hacker. "Das Virus ist gut von Mensch zu Mensch übertragbar." Sorgen bereitet den Wissenschaftlern, dass diese Variante, anders als die saisonale Influenza, sich in warmen Monaten ausbreitet.
Für Löwer steht daher fest: "Der Impfstoff muss zur Verfügung stehen, bevor die Welle kommt." Er räumte aber ein, dass die Impfung stärkere Nebenwirkungen haben könne als die normale Grippeimpfung. Um so schnell wie möglich die nötige Menge an Impfstoff zu produzieren, habe man die Antigenmenge reduziert und gleichzeitig eine Verstärkersubstanz aufgenommen, um die Wirkung zu erhöhen.
Daher könne es zu Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle kommen. Auch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen seien denkbar, sagte Löwer. Gerade deshalb aber sollten zunächst nur die Risikogruppen geimpft werden, also etwa Asthmatiker, Diabetiker oder Herz-KreislaufErkrankte.
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(SZ vom 07.08.2009/gal)
Machtkampf in der Linken
Über die Amerikagrippe ist einfach zu wenig bekannt. Im Augenblick gibt es infiziertze, aber wenigstens in Deutschland keine Toten durch die Grippe. D.h. bei derzeit rund 7000 Infizierten liegt die Mortalität bei Null.
Gleichzeitig stellt sich heraus, dass bei der Amerikagrippe-Impfung deutliche Nebenwirkungen auftreten können. Und wie Sie so schön vorrechnen, sind 1% Nebenwirkungen bei 25 Millionen nun einmal 250.000 Personen mit Beschwerden. Übrigens die gleiche Anzahl an Personen, die sie als potentielle Todesopfer einer Grippepandemie rechnen. Wobei ihre Zahlen von einer Infektion beinahe der gesamten Wohnbevölkerung Deutschlands ausgehen.
Die beiden Zahlen stehen in einem vernünftigen Verhältnis: 250.000 Fälle mit ernsten Nebenwirkungen vs. 250.000 Todesfälle. Da würde ich eine klare Impfempfehlung aussprechen.
Jetzt liegt die Mortalitätsrate aber bei Null. Null bleibt Null egal mit wieviel Fällen an Schweinegrippe ich das hochrechne. Also sieht die Rechnung im Augenblick aus 250.000 Fälle mit Nebenwirkungen durch eine Impfung vs. Null Todesfälle. Da würde ich mich nicht trauen zu impfen. Erstens wegen der entstehenden Kosten und zweitens wegen der Unverhältnismäßigkeit zwischen Nebenwirkung und Todesfälle.
Und genau vor dem Dilemma stehen wir heute. Machen wir nix und es geht schief, dann hat die Politik mit dem Leben der Bevölkerung gespielt. Machen wir was und es geht schief, dann wars der Impfstoff. Machen wir was und es passiert nix, dann hat die Politik durch umsichtiges Handeln gewonnen.
Auch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen seien denkbar, sagte Löwer. Gerade deshalb aber sollten zunächst nur die Risikogruppen geimpft werden, also etwa Asthmatiker, Diabetiker oder Herz-KreislaufErkrankte.
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Diese kausale Verknüpfung ist hanebüchen. Die Risikogruppen sollen nicht geimpft werden, weil Fieber etc. auftritt.
Eine GEWISSE Sorge vielleicht. Aber wer sagt mir denn, dass der (nicht ausreichend getestete) Impfstoff auch tatsächlich wirkt? Und wer sagt mir, dass Hautrötung und Kopfschmerzen die einzige Nebenwirkungen sein werden? Viren können mutieren! In diesem Fall kann ich den Impfstoff gleich ins Klo spritzen.
Alson Sorge ok! Aber derartige Panikhochrechnungen anzustellen finde ich persönlich nicht gut.
Seltsam
warum wird das jetzt also so etwas Neues dargestellt?
Das ist ein normaler Verlauf einer solchen Infektionswelle mit Grippeviren
Vergleichbar spanische Grippe oder eben auch die letzte Pandemie in den 60ern
Im Sommer eine verhältnismässig kleine Welle aber dann im Herbst/Winter der große Einbruch. Ich frage mich ob es so von Vorteil war damals das Bundesgesundheitsamt aufzulösen und es dem Robert-Koch-Institut in die Hände zu geben.
Was mir mehr Sorge bereitet ist, dass die Verteilung der Medikamente und Impfstoffe zwar erfolgen soll - aber keiner weiss noch wie *g*
Die Notfallpläne stehen angeblich schon seit Monaten aber wurden noch nicht nach unten weitergegeben.
Das wird - auch dank Ulla und der Lobbytruppe im Ministerium - ein tolles Chaos werden! (Denn Tamiflu ist nicht unbedingt das bessere Mittel...)
Hier noch mal zum selber rechnen ein kurzer Satz aus Wiki:
"Im Winter 2002/2003 gab es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Deutschland 5 Millionen Infizierte und 16.000 bis 20.000 Todesfälle, die auf eine Influenza zurückzuführen sind."
Jetzt kann jeder mal nachrechnen, was das bedeuten könnte, wenn 60 oder 70 Millionen in der BRD erkranken. Dann müssen wir also realistisch mit 200.000 bis 280.000 Toten in Deutschland rechnen. Diese Zahl rechtfertigt doch eine gewisse Sorge, oder?
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