Die Gletscher in Arktis und Antarktis schmelzen. Die Grönlander rüsten sich bereits für die eisfreie Zeit - und planen Erdbeerplantagen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zurzeit in Grönland, um sich einen Eindruck von der wachsenden Geschwindigkeit zu verschaffen, mit der das Eis in der Arktis schmilzt. In Grönland rüstet man sich bereits für die Landwirtschaft, sogar Erdbeeren will man dort bald anbauen. Doch wie realistisch sind diese Anbau-Pläne?
Anzeige
Jochem Marotzke, Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie, ist skeptisch: "Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man bald Erdbeeren auf Grönland anbauen wird. Dazu ist das Klima dann doch zu rau. Die klimatisch mildeste uns bekannte Phase war vor etwa tausend Jahren, als die Wikinger dort siedelten. Doch trotz der damals günstigeren Bedingungen konnten sie sich nicht halten. Man nimmt an, dass es ihnen nicht gelungen ist, die ihnen aus Norwegen bekannte Form der Landwirtschaft dauerhaft zu etablieren."
"Tatsache ist aber, dass Grönlands Eispanzer abtaut. Derzeit geht man davon aus, dass der Meeresspiegel bis zur Jahrhundertwende allein durch das Wasser des grönländischen Eises um bis zu 15 Zentimeter steigen wird. Zudem gibt es Anzeichen, dass das Tempo der Schmelze zunimmt, gesichert ist das aber nicht", erläutert Marotzke.
Strom-Autos in China belasten die Umwelt stärker als Benziner. Jetzt lesen ...
(SZ vom 17.8.2007)
Bilder des Tages
Wegen der Rotationsgeschwindigkeit der Erde, die (am Äquator) bekanntlich 40.000 km pro Tag beträgt, verteilt sich das Wasser nicht gleichmäßig über die ganze Welt. Bei Polarschmelze beult es sich zunächst an den Polen auf und verteilt sich nur langsam um die ganze Welt. Für europäische Breiten sind alpine Schmelzwasser daher vorerst gefährlicher.
Laut SZ ist Grönland-Urlaub was für Gutbetuchte und Merkel hält sich da auf - mit dem Artikel selbst konnte ich außerdem nicht grade viel anfangen, bis mir eine Idee doch recht attraktiv vorkam: Warum nicht das Kabinett auf eine Eisscholle setzen für den Rest der Legislaturperiode? Vielleicht bringt das das Brainstorming so richtig in Gang, Inspirationen bzgl. Umwelt müßten zumindest massenhaft zufliegen. Schäuble kriegt einen Satz Spikesreifen und die Wohlwollendsten des Landes kommen mal mit den flottgemachten Resten der "Titanic" vorbei, wenn wir hier alles ins Lot gebracht haben. Zu dem Zweck wäre es hilfreich, die Creme der Unternehmensverbände und Manager mit dahin zu verfrachten: etwas Anschauungsunterricht in CO2-Ausstoß, Rundum-Selbstversorgung, wo sich Leistung tatsächlich lohnt - ein äußerst wertvoller Workshop. Die Jungs und Mädels wären nicht im Weg und wir könnten wie gesagt hier die Dinge wieder in Ordnung bringen. Also ich finde, das hat was.
Ja und? Da essen wir eben Erdbeeren aus Grönland. Liegen solche Nachrichten am zuständigen Ministerium? Dann wird es höchste Zeit, dass dort ein Personalwechsel vorgenommen wird. Scherze nur am 1.April und ohne Bezahlung.
Es reicht nun wirklich, was so täglich an Gehirnblasen abgelassen wird.
Ob nun Mastlachs aus Norwegen, Tomaten aus Holland, Weine von der Mosel oder Erdbeeren aus Grönland ist doch ganz egal. Wer "Weissbier" für trinkbar hält und Johnny Walker für Whiskey, dem werden auch Erdbeeren aus Grönland munden. Ist eben alles Geschmackssache, so wie Volksmusik. Einer geht immer noch, bevor das grosse Kübeln einsetzt. Wohl bekomm's.
Auch wenn es für Erdbeeren nicht reichen sollte: Vielleicht will Frau Merkel auf Grönland die Anbaumöglichkeiten von Spreewaldgurken ausloten.