Forschungsministerin Annette Schavan hat sich für ein deutsches Raumfahrtprogramm ausgesprochen. Erst soll es zum Mond gehen - später sogar noch weiter.
Trotz finanzieller Bedenken in der Bundesregierung hat sich Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) für ein deutsches Raumfahrtprogramm ausgesprochen. Deutschland sollte versuchen, in dem globalisierten Markt eine starke Position einzunehmen und sich durch ein eigenständiges Programm zu positionieren, sagte Schavan der Online-Ausgabe des Hamburger Abendblatt.
"Wir können zeigen, dass wir wissenschaftlich kompetent sind": Schavan will eine deutsche Mondmission. (© Foto: dpa)
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"Wenn es um künftige Missionen geht, werden sie aber nicht als rein deutsche, eher als europäische Gemeinschaftsprojekte verwirklicht", sagte Schavan. So sollte ein deutsches Mondprogramm zwar in den internationalen Kontext eingebettet sein, aber genügend nationale Bausteine haben.
Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr aus Gründen der Haushaltskonsolidierung die Finanzierung für eine Mondmission gestoppt. Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geplante Programm war auf bis zu 350 Millionen Euro ausgelegt.
Im Jahr 2012 hätte eine unbemannte Sonde zum Mond starten sollen. Hintergrund des Vorhabens war auch, dass Staaten wie China, Indien und Südkorea in die Raumfahrt einsteigen.
Mit einem Raumfahrtprogramm "können wir zeigen, dass wir wissenschaftlich und technologisch kompetent sind und die Fähigkeit haben, Missionen durchzuführen", sagte Schavan.
Der Mond sei ein technologisches Sprungbrett für weitere Missionen ins All. Auch das Thema Mars-Mission stoße bei deutschen Forschern auf großes Interesse, sagte sie. Das DLR sei "hoch anerkannt und international vernetzt".
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(dpa/sonn)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Alles klar, deshalb wurden die meisten Projekte auf ein Minimum reduziert, weil sie ja sooo erfolgreich sind! Im Arianeprogramm gab es stolze 46% Ausfall (!) Nur zum vergleich: Die USA hatten in den 60ern (!) ganze 32%, als alles noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen steckte. Zudem spricht hier niemand über die Satelliten und wenn doch: Die Ariane hat 4 mal Weltklassesatelliten mit ihren Auseinanderbrechen zerstört, sodass selbst die Franzosen damals wieder die NASA für Zukunftsprojekte damit beauftragt hat.
Somit gebe ich Ihre Wortmüllgrüße zurück an den ahnungslosen Entsender!
So ein Unfug!
Das Arianeprogramm ist die weltweit erfolgreichste kommerzielle Raketenstartunternehmen. Und was meinen Sie mit Müll? Hauptsächlich werden mit Ariane hochwertige, langfunktionierende Satelliten gestartet.
Ich sehe hier eher Wortmüll.
Wie kann so etwas denn bitte eine emotionale Diskussion hervorrufen?
Grundsätzlich ist es doch richtig in Wissenschaft und Forschung zu investieren. Darin liegt die Zukunft! Aber man muss einfach kühl rechnen: Was bringt diese Investition in diesem Sektor?
Ich kenne mich nicht aus. Weiss jemand in welchem Umfang Deutschland in der Weltraumindustrie exportiert? Ist das ein Wachstumsmarkt? Brauchen wir eine Mondmission oder ist unser technisches Wissen durch Mitarbeit an internationalen Projekten bereits hinreichend unter Beweis gestellt? Welche neuen Erkenntnisse können deutsche Unternehmen durch eine solche Mission gewinnen.
Wenn man diese Fragen beantworten kann, dann kann man auch sagen, ob die Mondmission Sinn macht oder nicht.
Erinnert mich gerade an unsere Ariane-Raketen, die haben nur Müll in der Umlaufbahn hinterlassen, sofern sie überhaupt so weit gekommen sind! Raumfahrt ist europäische Sache, nicht deutsche. Wir können dazu beitragen und das tun wir bereits.
Ich investiere genug für meine Zukunft, und zwar in die ESA. Einen deutschen Alleingang, der ohnehin bereits gescheitert ist bevor er beginnt (wie bei allem) braucht kein Mensch! Soviel zum Kleingeist...
Gute Besserung!
Paging