Schätzung des Club of Rome Bedarf an Nahrungsmitteln verdoppelt sich bis 2050

"Wir verbrauchen die Schätze der Natur in einem historisch nie gekannten Ausmaß." Der Club of Rome warnt vor der Ausbeutung des Planeten. Bis Mitte des Jahrhunderts soll sich die Lage dramatisch verändern. Ursachen sind die steigende Bevölkerungszahl und der zunehmende Anspruch der Menschen auf Wohlstand.

Der weltweite Bedarf an Nahrungsmitteln wird sich nach Einschätzung des Club of Rome bis zur Mitte des Jahrhunderts mindestens verdoppeln. Nicht nur, dass zu den jetzt sieben Milliarden Menschen noch 2,6 Milliarden hinzukommen sollten, schreibt der Generalsekretär des Verbandes, Ian Johnson im Ottawa Citizen. "Hinzu kommen die massiven Verschiebungen bei der Ernährung durch mehr Wohlstand und der Nachfrage nach Fleisch."

Der Energiebedarf werde sich sogar verdreifachen. Ohne ein Umdenken könne die Erde das Johnson zufolge nicht verkraften. Am Donnerstag beginnt im kanadischen Ottawa die Jahrestagung der Organisation.

"Wir verbrauchen die Schätze der Natur in einem historisch nie gekannten Ausmaß. Wir verlieren jede Sekunde fast einen halben Hektar tropischen Regenwald. Die Bestände an Meeresfischen sind so gering wie nie", warnt der Ökonom. So sei zum Beispiel vor Neufundland der Bestand an Kabeljau in nur Jahrzehnten dramatisch eingebrochen. "Es gibt viele Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Nur wenige sind so groß wie die, den natürlichen Haushalt unseres Planeten wieder in Ordnung zu bringen."

Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss namhafter Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft aus mehr als 30 Ländern. Die 1968 gegründete gemeinnützige Organisation setzt sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Aufsehen erregte sie 1972 mit dem Bericht "Die Grenzen des Wachstums", der eine weltweite Debatte auslöste.