Müllentsorgung im Weltraum: Ingenieure konstruieren Roboter, die havarierte Satelliten flottmachen sollen.
Behutsam bremst der Satellit ab, dreht sich leicht und setzt seinen Flug fort. Millimeter für Millimeter nähert er sich seinem Ziel. Auf dem Schwarzweiß-Bildschirm im Kontrollzentrum taucht schemenhaft ein zweiter Satellit auf. Die Umrisse werden deutlicher, ein Triebwerk ist zu erkennen, bald füllt es den ganzen Monitor aus. Dann geht alles ganz schnell: Ein leichter Ruck, ein unsichtbaren Zuschnappen, und der anvisierte Satellit hängt am Haken.
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Damit Satelliten wie dieser wieder flott gemacht werden: Der Weltraum-ADAC rückt aus und entsorgt fachgerecht. (© Foto: dpa)
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Weltraum-ADAC entsorgt fachgerecht
So wird es aussehen, wenn in einigen Jahren der Weltraum-ADAC ausrückt und im Orbit havarierte Satelliten wieder flott macht oder taumelnde Satelliten einfängt und fachgerecht entsorgt - damit sie nicht als Weltraumschrott enden oder auf die Erde stürzen.
Im Keller des Raumfahrtkontrollzentrums in Oberpfaffenhofen bei München trainieren Ingenieure bereits für solche Abschleppunternehmungen. Dass diese in Zukunft notwendiger werden könnten zeigte sich zum Beispiel im Februar dieses Jahres als ein Telefonsatellit auf einen ausgedienten russischen Späher prallte und beide Trabanten in Stücke riss. Weltraumexperten wollen unbedingt vermeiden, dass weiterhin ausgediente Satelliten durchs All taumeln und später als Schrott zur Gefahr werden - auch für bemannte Missionen.
Roboter simulieren Annäherung im All
In den vergangenen Monaten hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen einen ersten Teststand aufgebaut, auf dem Satellitenmanöver geprobt werden können. Noch sind es Roboter, die bei den Trockenübungen aufeinander zusteuern, sich gegenseitig erkennen und eine kontrollierte Annäherung simulieren - so wie es künftig im All passieren soll.
"Modernen Kommunikationssatelliten geht nach etwa 15 Jahren der Treibstoff aus, auch wenn sie ansonsten noch prächtig funktionieren", sagt Florian Sellmaier, der die Satelliten-Studien in Oberpfaffenhofen koordiniert. "Ein Service-Satellit könnte die Lebenszeit solcher Systeme locker um ein Dutzend Jahre verlängern." Die Idee: Während der eine Trabant weiter Telefongespräche oder Fernsehprogramme überträgt, übernimmt ein kleiner Schlepper das Steuer. Er korrigiert die Bahn und stabilisiert die Lage des orbitalen Gespanns.
Eine Düse als Abschlepphaken
Das Ganze ist jedoch nicht einfach. Die derzeit kreisenden Satelliten haben weder Haltegriffe noch Andockstutzen. Die einzige Gemeinsamkeit, die fast alle Satelliten aufweisen, ist eine Antriebsdüse, der so genannte Apogäumsmotor. Genau an dieser Stelle wollen die Ingenieure ansetzen: Die Düse könnte künftig als Abschlepphaken dienen. "Wie eine Zecke soll sich der kleine Satellit daran festbeißen", sagt Sellmaier.
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Aus irgend einem mir unerklärlichen Grund kommt hier nur die Hälfte von meinem Text an.
Bitte löschen sie meine Beiträge ich versuche es Später noch mal
NetFiddler
10 cm Durchmesser sind auch noch da.
Der Weltraum ADAC kann also nur etwa 41% der größeren Objekte einfangen und entsorgen können.
Aber das ist natürlich auch schon was. Optimal wäre eine Servicestation im Orbit. Aber die müßte schon vollautomatisiert betrieben werden können, da der Einsatz von Menschen zu teuer ist. Für Satelliten die größtenteils aus standardisierten Bauelementen wäre das denkbar.
Auf diese Weise sollte man einige Satelliten komplett entfernen gemäß unserer Verfassung.
Wie die Amerikaner vorführen, können geplante Radarüberwachungsanlagen auch wieder eingestellt werden. Diese technischen Anlagen haben keinen Automatismus. Man kann sie mit diesen Orbitrobotern auch abschalten. Entscheidend ist nur der politische Wille oder genauer, wen die Bürger in die verantwortlichen Stellen wählen. Und wichtig ist auch die Aufklärung der Bürger darüber, welche Satelliten dort oben überhaupt mit welchen Funktionen herumkreisen und wer das zu verantworten hat. Hier muss unsere Bundesregierung endlich einmal Rechenschaft abgeben.