Außerirdische Lebewesen können nur auf Planeten mit bestimmten Eigenschaften existieren. Der Satellit Kepler soll solche Himmelskörper in anderen Sternsystemen finden.
Wenn es Lebewesen im Weltraum gibt, fristen sie ihr Dasein auf Planeten; gewärmt, aber nicht geröstet von einer Sonne, um die ihre Heimat kreist. Seit Jahren suchen Astronomen nach geeigneten Himmelskörpern. Erst vor rund 15 Jahren haben sie den ersten Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt, heute kennen sie über 300 davon.
Bild vergrößern
So soll der Nasa-Satellit "Kepler" in der Milchstraße ausgerichtet werden. (© Grafik: Nasa)
Anzeige
Die meisten sind riesige Gasbälle. Sie lassen sich leicht entdecken, kommen aber für außerirdisches Leben nicht in Frage. Um erdähnliche Planeten zu finden, sind spezielle Instrumente nötig. Darum will die Nasa in der Nacht von Freitag auf Samstag die Sonde Kepler ins All schießen.
"Wir hoffen alle, dass es viele solcher Planeten gibt", sagt William Borucki vom Ames Research Center der Nasa in Kalifornien, der Spiritus Rector der Mission. "Dann könnte es auch viel Leben da draußen geben, das nur darauf wartet, dass wir Kontakt aufnehmen."
Die meisten der bekannten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems haben die Wissenschaftler indirekt nachgewiesen. Kreist ein Planet um einen Stern, so bewegen sich genau genommen beide.
Wie ein Hammerwerfer und sein Wurfgerät kreisen sie um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Die Lichtwellen, die der Stern aussendet, verschieben sich dadurch leicht in ihrer Frequenz, je nachdem ob er gerade in Richtung der Erde schwankt oder von ihr fort. Diese so genannte Rotverschiebung messen die Astronomen und schließen so auf die Existenz von Planeten.
Wie eine Mücke vor einem weit entfernten Autoschweinwerfer
Kepler wendet jedoch ein anderes Verfahren an. Die Sonde registriert, wenn ein Planet vor seiner Sonne vorbeizieht. Dann verdunkelt sich deren Licht ein wenig.
Ein erdgroßer Planet reduziert die Helligkeit eines sonnenähnlichen Sterns um weniger als ein Hundertstel Prozent. Auf irdischen Maßstab übertragen geht es darum, am Scheinwerferlicht eines kilometerweit entfernten Autos zu erkennen, ob eine Mücke vorüber fliegt.
Solche Veränderungen können nur Satelliten im All registrieren; Teleskope auf der Erde sind durch den Wechsel von hellem Tag und dunkler Nacht weniger geeignet. Allerdings muss die Bahn des fremden Planeten exakt vor dem Stern entlangführen. Die Nasa nimmt an, dass diese Bedingung etwa ein halbes Prozent aller Planeten erfüllt, die ihren Stern in einer ähnlichen Entfernung umkreisen wie die Erde die Sonne.
Allerdings ist bereits seit zwei Jahren ein Satellit im All, der nach genau diesem Prinzip arbeitet: der europäische Späher Corot, finanziert hauptsächlich von Frankreich, Deutschland und Österreich.
Anfang Februar verkündete ein internationales Forscherteam, damit den bislang kleinsten Exoplaneten entdeckt zu haben: Der rund 400 Lichtjahre entfernte Corot-Exo-7b ist knapp doppelt so groß wie die Erde und umrundet seine Sonne in gerade einmal 20 Stunden.
Auf seiner Oberfläche herrschen Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius, er ist also für Leben ungeeignet.
"Wir sind auf Exo-7b bereits im vergangenen Sommer gestoßen", erzählt Günther Wuchterl von der Thüringer Landessternwarte in Tautenburg. Seitdem hätten die Wissenschaftler die Ergebnisse mit Beobachtungen von der Erde aus bestätigt.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Nasa-Satellit Kohlendioxid-Wächter gescheitert 24.02.2009
- Satelliten-Crash Rätselhafter Zusammenstoß 12.02.2009
- "Rosetta" begegnet Steins "Wie ein Diamant im Himmel" 08.09.2008
- 50 Jahre Nasa Hase und Igel im All 29.07.2008
Schlosshotels in Polen
Ich bin prinzipiell Deiner Meinung. Allerdings nehme ich mir nicht heraus. das irdische Wissen als der Weisheit letzter Schluß anzunehmen. Irgendwann war es auch mal "sicher", daß die Sonne um die Erde kreist oder daß man am Ende derr Welt runterfällt.
Aber natürlich ist alles Spekulation, was nicht irdischen Verhältnissen in Bezug auf Gravitation, Druck und vor allem Temperatur ähnelt. Insbesondere letztere könnte IMO für einige Unterschiede sorgen. Leben, welches wir als solches erkennen würden, kann ich mir da auch nicht vorstellen. Nur ausschließen möchte ich es eben nicht.
"...Das ist genau das, was der Kleine Fisch ansprach: Die irdischen Zwänge und die daraus folgenden Erkenntnisse müssen allen anderen übergestülpt werden...."
Es gibt gewisse chemische Grundgesetze, die einfach berücksichtigt werden müssen und biologische Mechanismen, die es ebenfalls zu berücksichtigen gilt:
1. Leben ist immer auch Informationsverarbeitung, d.h. Leben hat Sensorik entwickelt, um mit der Umgebung, aus der es hervorgegangen ist zu interagieren.
2. Kohlenstoff ist definitiv das einzige Element, dass sich zu langen, Informationen tragenden Makromolekülen verbinden kann. Diese Informationen sind für die Weitergabe von z.B. Form und Gestalt des Lebendigen unabdingbar.
3. Innerhalb des Corpus (ich gehe davon aus, dass wir nicht von Lichtgestalten sprechen) findet eine Infomationsübermittlung statt, um den Organismus sinnvoll zu steuern.
4. Zu diesen Informationsströmen gehört ein Medium; das ist Wasser! Kein anderes Medium verfügt über vergleichbare Eigenschaften z.B. Salze zu lösen und über Ionenpotentiale Informationen zu transportieren. (siehe hierzu: John Eccles, Das Gehirn des Menschen u.A.)
Inwieweit eine höhere Gravitation hier Spielarten unter unterschiedlichen Druckverhältnissen zulässt, bleibt Spekulation, jedoch wird sich auch in einer solchen Umgebung bei günstigen Bedingungen (Wasser flüssig, Partialdruck des Sauerstoff nicht zu hoch) Leben bilden (siehe Erich Jantsch: Die Selbstorganisation des Universums, oder Paul Davies: Prinzip Chaos, oder Cramer, Die Ordnung des Lebendigen)
Wir können nicht Leben verstehen, verstehen wie es entstehen kann, wenn nicht begreifen, dass z.B. Chlor niemals ein Atemgas sein kann, oder Fluor. Und doch muss über einen Gasaustausch das Lebendige Entropie dissipieren, d.h. mittels Austausch mit der Umgebung einen Energiepotentialunterschied herstellen, sonst lebt es in einem Thermodynamischen Gleichgewicht ... und das kann dann kein Leben sein weiß ...
Kuni
"... so hat man unter der Antarktis bereits Leben (Microorganismen) auf Methanbasis nachgewiesen... ebenso gibt es im Mariannengraben Leben bei dem man bislang keine Kohlenstoffbasis nachgewiesen hat! "
Lieber Paule, ich weiß ja nicht, was, wo und mit welchem Erfolg Sie gelernt haben. Aber auf diesem Gebiet kann ich nur die Empfehlung aussprechen, sich dazu nicht mehr zu äußern, um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.
1. Unter der Antarktis hat man Leben festgestellt, dass offenbar auf Licht verzichten kann und u.U. Methan (CH4!!! da ist Kohlenstoff drin!!!) oxidiert, denn eine Energiequelle brauchts nun mal. Somit wäre es also Leben auf Kohlenstoffbasis.
2. Nennen Sie, bitte, die Quelle(n), die auf der Erde Leben nachgewiesen hat, das nicht auf Kohlenstoffbasis beruht, auch Leben aus dem Marianengraben. Aber bitte: Nicht herumlabern, sondern konkrete Quellen nennen bittet ...
Kuni
"Kohlenstoffbasis ist auch nicht so richtig...
... so hat man unter der Antarktis bereits Leben (Microorganismen) auf Methanbasis nachgewiesen..."
Aus was besteht nochmal Methan?
... so hat man unter der Antarktis bereits Leben (Microorganismen) auf Methanbasis nachgewiesen... ebenso gibt es im Mariannengraben Leben bei dem man bislang keine Kohlenstoffbasis nachgewiesen hat!
Paging