An Roboteranzügen arbeiten Forscher weltweit. Japanische Wissenschaftler wollen mit einem solchen Gerät nun alten Landwirten die Ernte erleichtern.

Eine Art Anzug mit acht Motoren und 16 Sensoren soll älteren japanischen Bauern bei schwerer Ernte helfen. Das zumindest hoffen die Entwickler des Gerüsts von der Tokioter Universität für Landwirtschaft und Technologie.

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Ob sich der neue Roboteranzug in der rasch alternden japanischen Gesellschaft als Erntehelfer durchsetzen wird? (© Foto: AFP)

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Bei der Vorstellung erleichterte das 25 Kilogramm schwere Gerät einem allerdings jüngeren Mann die Ernte von Rüben und das Pfücken von Orangen von hohen Ästen.

Auch bei schwächerer Beinmuskulatur und angegriffenen Gelenken sollen alte Menschen mit dem Roboteranzug zum Beispiel eine gebückte Stellung mit ausgestreckten Armen einnehmen können. Bereits in drei Jahren soll das Hilfsmittel in den Handel kommen. Wer bereit oder in der Lage ist, zwischen 3600 und 7200 Euro zu zahlen, kann sich dann mit dem Gerüst ausstatten.

Neu ist die Idee eines Roboteranzugs nicht. Lediglich das Einsatzgebiet ist ungewöhnlich. Seit Jahren arbeiten Fachleute zum Beispiel an einem ähnlichen Gerät, das die Leistungsfähigkeit von US-Soldaten erhöhen soll. So präsentierte der US-Konzern Raytheon bereits sein Exoskellet XOS.

Und die japanische Tsukuba University hat zusammen mit dem Unternehmen Cyberdyne zwei Prototypen ihres HAL (Hybrid Assistive Limb) vorgestellt: HAL 3, der lediglich die Beine unterstützt und Behinderten helfen könnte, sowie den HAL 5, der es seinem Träger ermöglicht, fünf Mal mehr Gewicht zu tragen als ohne Hilfsmittel.

Ob sich der neue Roboteranzug in der rasch alternden japanischen Gesellschaft als Erntehelfer durchsetzen wird, muss sich noch zeigen.

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(sueddeutsche.de/AFP/mcs)