Die Polarregion steht auf der Kippe: Forscher warnen vor unumkehrbaren Folgen des Klimawandels für die Arktis - und fordern schnelles Handeln.
Die dramatischen Veränderungen in der Arktis machen Wissenschaftlern große Sorgen. "Wenn die Emissionen (von Treibhausgasen) nicht entscheidend gesenkt werden, können wir keine Stabilisierung des Klimasystems der Arktis erwarten", schreiben jetzt 150 Teilnehmer des europäischen Damocles-Forschungsprogramms, in dem Atmosphären-Physiker, Glaziologen und Meereskundler aus zwölf Ländern zusammenarbeiten.
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Forscher fordern eine deutliche und schnelle Senkung von Treibhausgas-Emissionen - sonst habe dies unumkehrbare Folgen für die Arktis. (© Foto: dpa)
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Ihr Aufruf, verfasst am Donnerstag in Brüssel, warnt vor kaum nicht mehr umkehrbaren Folgen des Klimawandels. Die Atmosphäre am Nordpol heize sich doppelt so schnell auf wie im globalen Durchschnitt.
Die Rekordschmelze der Polkappe sei eine Folge von drei Jahrzehnten Erwärmung. In Zukunft werde die empfindliche Natur der Arktis noch dadurch bedroht, dass der Klimawandel Schifffahrt und die Suche nach Öl ermöglicht.
Welche Folgen die Erwärmung schon hat, zeigt eine Studie in Science (Bd.326, S.984, 2009): Forscher mehrerer Gruppen vergleichen zwei Methoden, den Eisverlust in Grönland zu messen, und kommen zum gleichen Ergebnis.
Das Abschmelzen hat sich in den vergangenen Jahren beschleunigt. Es lässt die Weltmeere zurzeit um 0,75 Millimeter pro Jahr ansteigen. Pro Jahr schmelzen 273Milliarden Tonnen Eis ab.
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(SZ vom 13.11.2009/gal)
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Single Awareness Day
Ja, allerdings sind diese 7 m der durchschnittliche Meeresspiegel weltweit. Das können Sie an der Küste locker verdreifachen.
Spätestens dann kann man seine Jacht in Richtung der Mittelgebirge ankern.
Wie lange es allerdings dauert weiss kein Mensch. Und alle Wissenschaftler die darüber Aussagen machen "vermuten".
Ich hoffe ich werde es nicht mehr erleben.
@ca-canaris: "Das hätte nicht unbedingt betont werden müssen. Allerdings für Laien verständlicher, wenn es gesagt wird. Der Anstieg der Meere kann die Marke 70 Meter überschreiten."
Dann erklaere dem Laien doch mal die Zeitskalen, ueber die wir hier reden. Der Wert von 8m bezieht sich auf die naechsten 100 Jahre (1), und dabei ist die Ausdehnung des Wassers durch einen Temperaturanstieg sehr wohl mit einbezogen. Und diese Angabe wird nicht falsch dadurch, dass Du sie nicht richtig gelesen hast. Bis ganz Groenland (und der grosse Eisbrocken da am Suedpol) abgeschmolzen sind, dauert das aber noch etwas laenger.
@Carmor: Paar Zahlen: der groenlaendische Eisschild macht ca. 7m (2), die Antarktis ca. 60m (3) Meeresspiegelanstieg, wenn beides vollstaendig abschmilzt.
(1) http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/321/5894/1340
(2) http://www.metoffice.gov.uk/corporate/pressoffice/adcc/BookCh4Jan2006.pdf
(3) http://www.grida.no/publications/other/ipcc_tar/?src=/climate/ipcc_tar/wg1/412.htm#tab113
Sie müssen nicht den Leuten hier sondern den Politikern 'Angst machen' (;-)) !
Um etwas vom Thema abzukommen .... z.B. den Salzstockexperten.
""warmes Wasser dehnt sich aus"
Das hätte nicht unbedingt betont werden müssen. Allerdings für Laien verständlicher, wenn es gesagt wird. Der Anstieg der Meere kann die Marke 70 Meter überschreiten.
Das Grönlandeis (bis zu drei Kilometer dick auf erdfestem Untergrund) schmilzt rasant schnell ab und wird den Meeresspiegel weltweit stark anheben. Gleichzeitig werden die Temperaturen nach oben schnellen.
Denke, dass es aus ist mit diesem Planeten.
Der SPIEGEL Online berichtet heute sehr viel genauer und dramatischer.
Hochmut kommt vor dem Fall. Wir warnten ab 1979/80 heftigst. Wir ernteten Gelächter. Einen Erdkollaps konnten sich damals nur wenige real vorstellen. Wissenschaftler stuften damals so ein Szenario als Phantasterei ein.
cc.
"Bayern bleibt jedenfalls trocken"
Überhaupt nicht so: es kommt vieles ins Rutschen - immense Niederschläge, Stürme. Turbulenzen auf den Meeren wie auf den Kontinenten.
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