Derzeit dürfen viele Paare im bevölkerungsreichsten Land der Erde nur ein Kind bekommen. Nun denkt die chinesische Regierung offenbar über eine Reform der Geburtenkontrolle nach.

Eine chinesische Regierungsvertreterin hat eine Prüfung der Geburtenkontrolle in Aussicht gestellt. Einen konkreten Zeitplan nannte sie allerdings nicht.

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Derzeit dürfen viele Paare nur ein Kind bekommen. (© Foto: AP)

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"Ich kann nicht beantworten, für wann die Reform ansteht und wie sie aussehen wird, aber die Regierung betrachtet das Thema als sehr wichtig", sagte die stellvertretende Leiterin der Nationalen Bevölkerungs- und Familienkommission, Zhao Baige.

Experten sehen in der Ein-Kind-Regelung eine sozialpolitische Zeitbombe und warnen vor einer Überalterung der Bevölkerung. Außerdem befürchten sie, dass der ungleiche Geschlechter-Anteil in der Gesellschaft zunimmt, da weibliche Föten überdurchschnittlich oft abgetrieben werden.

Seit den 1970er Jahren versucht Peking mit strikten Regeln, die Bevölkerungsentwicklung zu beeinflussen. China ist mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde, viele Gebiete sind extrem dicht besiedelt.

Um die damit einhergehenden Probleme in den Griff zu bekommen, dürfen Paare in Städten derzeit meist nur ein Kind bekommen, auf dem Land höchstens zwei.

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(sueddeutsche.de/Reuters/mcs)