Der Iran will in den nächsten Monaten den ersten Satelliten ins All schießen und hat eigenen Angaben nach eine Trägerrakete getestet.

Der Iran hat sein erstes Raumfahrtzentrum eröffnet und will künftig Forschungssatelliten ins All befördern. Zur Eröffnung des in einem Wüstengebiet in der nördlichen Provinz Semnan gelegenen Zentrums wurde am Montag eine Forschungsrakete ins All geschossen, wie staatliche Medien berichteten. Das staatliche iranische Fernsehen zeigte ein Standbild von der Rakete auf einer Abschussrampe, aber nicht ihren Start.

Iran startet Forschungsrakete

Das iranische Fernsehen zeigte ein Standbild der Rakete, nicht aber ihren Start. (© Foto: AFP)

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Die Rakete soll iranischen Berichten nach die Umlaufbahn für den ersten im Iran gebauten Satelliten Omid (Hoffnung) berechnen. Er solle frühestens im Sommer starten und die Erde in niedriger Umlaufbahn umkreisen, hieß es.

"Wir sind heute Zeuge, wie der Iran seinen ersten Schritt ins All macht", sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad in einer Rede zur Eröffnung des Zentrums. "Einen Satelliten zu bauen und abzufeuern ist eine wichtige Leistung."

Der Iran will in den kommenden drei Jahren mehrere weitere Satelliten ins All schießen. In Russland wurde bereits der mit iranischer Beteiligung gebaute Satellit Sina-1 gestartet, nach iranischen Presseberichten ist er für Forschung und Telekommunikation bestimmt. Im Februar vergangenen Jahres war eine iranische Rakete zum Rand des Alls aufgestiegen, hatte aber keine Umlaufbahn erreicht.

Das iranische Raketenprogramm löst - wie auch die Bemühungen Teherans um die Anreicherung von Uran - im Westen Besorgnis aus.

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(dpa/AFP/beu/mah)