Russland beziehungsweise die Sowjetunion hatte seinerzeit das Rennen um den Mond verloren und reagierte nun mit einer Art väterlicher Milde auf die Ankündigung aus Washington: Die Amerikaner hätten "offenbar begriffen", dass ein Mondprogramm zu aufwändig sei, hieß es von Seiten der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos.

Den Russen kam die Entscheidung sicher gelegen. Denn statt in die Mondpläne investieren die USA nun in ihre Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS und verlängern sie bis 2020. Um zur ISS zu gelangen, werden sie jedoch vorerst bei den Russen anklopfen müssen. Denn die USA motten ihre eigene, veraltete Shuttle-Flotte ein. Künftig sollen nach Obamas Plänen private Firmen die US-Astronauten ins All bringen. Dies dürfte aber noch etliche Jahre dauern und bis dahin werden US-Astronauten wohl mit russischen Sojus-Raketen (Foto) mitfliegen.

Eine bemannte Mondmission scheint dagegen vorerst nicht zu den Ambitionen der Russen zu gehören.

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9. Februar 2010, 10:322010-02-09 10:32:00 ©