Mit einer inzwischen fast dreijährigen Verzögerung ist das europäische Weltraumlabor Columbus doch noch erfolgreich ins All gestartet.

Die US-Weltraumfähre Atlantis mit dem europäischen Raumfahrtlobar Columbus ist am Donnerstagaben in Richtung internationale Raumstation (ISS) abgehoben.

Atlantis; AP

Pünktlich um 20.45 Uhr startete die Weltraumfähre. (© Foto: AP)

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Mit an Bord der Raumfähre, die das 880 Millionen Euro teure Labor-Modul zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen soll, ist auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel.

Für den 56-jährigen Weltraumveteranen soll die Installation von Columbus an der ISS der Höhepunkt seiner Karriere werden. Zwei Außenbordeinsätze sind dafür geplant.

Der Columbus-Start musste bereits mehrmals wegen technischer Probleme an der Raumfähre verschoben werden.

Ursprünglich hätte das Labor bereits vor knapp drei Jahren zur ISS gebracht werden sollen, doch 2003 hatten die USA alle Shuttle-Starts vorerst gestoppt, nachdem die Raumfähre Columbia abgestürzt war.

Zuletzt wurde ein Starttermin im Dezember 2007 wegen Problemen mit einer Steckerverbindung am Außentank abgesagt.

Auch am Donnerstag sah es zunächst nicht gut aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass zum Starttermin um 20.45 Uhr (MEZ) schlechtes Wetter in Cape Canaveral herrschte, lag anfangs bei 70 Prozent, später dann bei 60 Prozent. Dann war es zwar wolkig, Regen oder gar ein Gewitter zogen aber nicht auf. An Bord der Atlantis sind insgesamt sieben Astronauten.

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(AP/dpa/beu)