Mission geglückt: Die europäische Raumsonde "Rosetta" hat vom Asteroiden Lutetia beeindruckende Bilder geschossen - und ihn erfolgreich passiert.
Die europäische Raumsonde Rosetta ist wie geplant knapp am Asteroiden Lutetia vorbeigerast. 450 Millionen Kilometer von der Erde entfernt passierte die Sonde der Europäischen Raumfahrtagentur ESA den kosmischen Felsbrocken in nur etwa 3600 Kilometern Abstand, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Abend mitteilte.
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Die Bilder der europäischen Raumsonde "Rosetta" zeigen den Asteroiden "Lutetia". (© ap)
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Das ESA-Raumflugkontrollzentrum ESOC in Darmstadt empfing noch am Abend die ersten Bilder vom Vorbeiflug an dem Asteroiden. "Alles hat perfekt geklappt, besser konnte es nicht laufen", freute sich Paolo Ferri, Leiter für planetare Missionen im ESOC. Die drei Tonnen schwere Rosetta hatte sich Lutetia mit einer Geschwindigkeit von 54.000 Kilometern pro Stunde genähert und hatte bereits aus 80.000 Kilometern Distanz beeindruckende Bilder geschossen. Auf den zur Erde geschickten Aufnahmen sind deutlich mehrere Krater zu erkennen. Weitere Daten von an Bord befindlichen Messinstrumenten werden in der kommenden Woche in Darmstadt erwartet.
Weil der Asteroid nur einen Durchmesser von rund 100 Kilometern hat, gehen die Astronomen davon aus, dass er bislang nur selten mit anderen Himmelskörpern zusammengestoßen und weitgehend unverändert ist. Die Bilder und Daten vom Vorbeiflug sollen Erkenntnisse über die Anfänge des Sonnensystems vor mehr als vier Milliarden Jahren liefern.
Vor knapp zwei Jahren war Rosetta bereits am Asteroiden Steins vorbeigeflogen. Das nächste und endgültige Ziel der Sonde ist der Komet Tschurjumow-Gerasimenko, den sie nach Plan am 10. November 2014 erreichen soll. "Wir haben jetzt ein technisch anspruchsvolles Jahr vor uns", berichtete Ferri. Nach einer geplanten Kurs- und Geschwindigkeitskorrektur Anfang 2011 soll die Sonde später für zweieinhalb Jahre komplett abgeschaltet werden, um Strom zu sparen. "Ende 2013, Anfang 2014 wecken wir sie Stück für Stück wieder auf und bereiten sie für die Ankunft am Kometen vor", erläuterte Ferri.
Nach ihrer 7,1 Milliarden Kilometer langen Reise soll Rosetta auf dem Kometen Tschurjumow- Gerasimenko dann in einer spektakulären Mission ein Landemodul absetzen.
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(dpa/cag/berr)
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