Ein weiteres privates Raumschiff hat in den USA seinen Jungfernflug absolviert. Trotz der geringen Höhe gilt der Flug der Goddard der Firma Blue Origin als Erfolg.

Ein weiteres privates Raumschiff hat in den USA seinen Jungfernflug absolviert - 85 Meter hoch. Trotz dieser geringen Höhe gilt der Flug als Erfolg, denn der Prototyp Goddard ist senkrecht gestartet und ebenso gelandet, kontrolliert und intakt.

Die Goddard vor dem Start. (© Foto: Reuters)

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Die schätzungsweise acht Meter hohe Kapsel mit einem Durchmesser von etwa sechs Metern wird von der Firma Blue Origin entwickelt, die dem Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört.

Die Raketenbauer haben bisher kaum Informationen über ihre Arbeit veröffentlicht; auch den Testflug in Texas, der Mitte November stattfand, machte Bezos erst vor wenigen Tagen publik.

Auf der Webseite des Unternehmens ist der circa 25 Sekunden lange Flug aus mehreren Perspektiven zu sehen: Die Triebwerke von Goddard zischen darauf mehr, als dass sie brüllen.

Eine Einstellung zeigt leichte Bewegungen einer Steuerdüse, die die Kapsel gerade hält.

Blue Origin plant, mit einem Nachfolgemodell namens New Shepard von 2009 an Touristen Trips ins All anzubieten.

Ähnliche Pläne verfolgen die Entwickler des Raumschiffs SpaceShipOne, das im Herbst 2004 mit zwei Flügen in 100 Kilometer Höhe ein Preisgeld von zehn Millionen Dollar gewonnen hatte.

Um so hoch zu fliegen, muss Blue Origin noch kräftig arbeiten. Bezos nutzt darum die Bekanntgabe, um Job- und Praktikumsbewerber anzusprechen. Immerhin sei beim Testflug von Goddard die einzige Panne gewesen, dass er nach der Landung den Korken im Hals der Champagnerflasche abgebrochen habe.

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(SZ vom 10.1.2007)