Nach langem Widerstand und einem Regierungswechsel hat nun auch Australien das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Doch auf Bali leisteten die Australier trotzdem Widerstand gegen konkrete Reduktionsziele wie sie die EU vorgeschlagen hatte.
Angaben der australischen Behörden zufolge lagen die Emissionen von Treibhausgasen 2005 bei 559 Millionen Tonnen jährlich. Wie die UN-Behörde UNFCCC meldet, ist der Ausstoß zwischen 1990 und 2004 um 25 Prozent gestiegen. Die Vorgabe des Kyoto-Protokolls liegt bei einer Steigerung von acht zusätzlichen Prozent.
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Der neue Premierminister Kevin Rudd hat das Kyoto-Protokoll ratifiziert. (© Foto: AFP)
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Obwohl Australien zu den Ländern gehört, die mit 27 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr die größte Treibhausgas-Menge pro Kopf ausstoßen, hatte sich die Regierung in Canberra aus Sorge um die heimische Wirtschaft geweigert, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren.
Stattdessen ging sie eine Partnerschaft mit den USA, China, Indien, Japan und Südkorea ein mit dem Ziel, das Klima durch individuelle Projekte zu schützen, ohne die konkreten Vorgaben des Kyoto-Protokolls zu berücksichtigen.
Nach dem Regierungswechsel hat der neue Premierminister Kevin Rudd - als erste offizielle Amtshandlung - das Kyoto-Protokoll nun ratifiziert.
Auf der Klima-Konferenz auf Bali aber konnten sich die Australier nicht dazu durchringen, die Forderung der Europäer oder den Kompromiss-Vorschlag Indonesiens zu konkreten Reduktionszielen zu unterstützen.
(sueddeutsche.de/cat)
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