Auch Dinosaurierzähne haben die Forscher inzwischen untersucht. Die Tiere sind jedoch bereits vor 65 Millionen Jahren ausgestorben. Da Knochen und Zahnschmelz durch den Fossilisationsprozess verändert werden, besteht das Risiko, dass die Isotopenverhältnisse in den Fossilien nach so langer Zeit mehr über die Umgebung aussagen, in der sie versteinert sind, als über die Tiere selbst.
Bild vergrößern
Thomas Tütken mit dem rund 30.000 Jahre alten Backenzahn eines Mammuts. (© Universität Bonn)
Anzeige
Die Wissenschaftler nehmen die Herausforderung jedoch an. "Wir haben inzwischen erste Dinosaurierzähne untersucht und eine ähnliche Körpertemperatur wie bei heutigen Säugern gefunden", erklärt Tütken. "Allerdings müssen wir noch überprüfen, wie verlässlich diese Daten sind."
Sollte es tatsächlich gelingen, die Körpertemperatur der Dinosaurier zu bestimmen, so gäbe dies vielleicht auch Aufschluss über die Evolution der Warmblütigkeit von Vögeln und Säugern. Und da die Körpertemperatur von Fischen und Haien von der Wassertemperatur bestimmt wird, hoffen die Wissenschaftler, über Fossilien solcher Tiere Informationen über die Temperaturverhältnisse in den Ur-Ozeanen zu erhalten.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Thema
- Paläontologie RSS
- Urzeit-Federn Dinos in der Mauser 28.04.2010
- Das Ende der Dinosaurier Der Streit stirbt nicht aus 12.11.2007
- Amphibien-Erbgut entschlüsselt Der Mensch im Frosch 29.04.2010
- Evolution Streit um den Ursprung der Säuger 09.11.2007
- Eiszeitliches Massensterben Tödliche Gewohnheiten 17.05.2010
- Dinosaurier: Rätselhaftes Massensterben Tod aus dem All 05.03.2010
- Fossilien Appetit auf Dinosaurier 02.03.2010
(sueddeutsche.de/mob)
Großprojekte in Berlin