In 4500 Meter Meerestiefe wollen russische Wissenschaftler am Nordpol ihre Nationalfahne hissen - schließlich sei die Arktis russisch, so die Begründung der Russen.

Eine russische U-Boot-Besatzung will auf dem Meeresgrund am Nordpol ihre Nationalflagge hissen.

Russland, Fahne

Solch eine russische Fahne soll am Meeresboden unter dem Nordpol errichtet werden - wenn es nach den Russen geht. (© Foto: dpa)

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"Die Arktis ist russisch", sagte der Expeditionsleiter und Parlamentsabgeordnete Artur Tschilingarow vor der Abreise. "Wir werden als erste dort eine Fahne aufstellen, eine russische Fahne auf dem Boden des Arktischen Ozeans". Die Flagge ist den Organisatoren zufolge aus Titan hergestellt, damit sie in etwa 4500 Meter Tiefe aufgezogen werden kann.

Ein von einem Atomreaktor angetriebener Eisbrecher wird den Weg für das Hauptschiff der Expedition freimachen. Anschließend soll das Mini-U-Boot mit drei Mann an Bord abtauchen. Ihre größte Sorge ist, dass sie das Loch beim Auftauchen nicht mehr finden, denn das Boot ist zu schwach, um das Eis selbst zu brechen.

Nach internationalen Verträgen dürfen die fünf Länder mit Land innerhalb des Polarkreises - Russland, die USA, Kanada, Norwegen und Dänemark - eine 320 Kilometer breite, an ihren Küsten beginnende Wirtschaftszone beanspruchen. Doch seit 2001 verlangt die Regierung in Moskau einen größeren Teil inklusive des Nordpols.

Schließlich sei der arktische Meeresboden über dieselbe Kontinentalplatte mit Sibirien verbunden. Hintergrund sind die großen Bodenschätze unter dem Eis. Zudem könnte die Erderwärmung eine lukrative Abkürzung durch das Gebiet für den Schiffsverkehr zwischen Asien und Nordamerika öffnen.

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(Reuters)