Wenn die Medikamente versagen: Parkinson oder psychiatrische Leiden können auch mit implantierten Elektroden bekämpft werden.
Vorträge hält Helmut Dubiel nur noch auf Knopfdruck. Über eine Fernbedienung steuert der emeritierte Soziologieprofessor die Vorgänge in seinem Gehirn so, dass ihm die Worte verständlich aus dem Mund kommen.
Bild vergrößern
Beim Einpflanzen eines Hirnschrittmachers kann ein halber Millimeter über den Erfolg des Eingriffs entscheiden. (© Foto: dpa)
Anzeige
In diesem Moment kann er dann zwar nicht mehr laufen, aber als Parkinson-Patient ist Dubiel es gewöhnt, Kompromisse mit seinem Körper zu schließen.
1993 erkrankte Helmut Dubiel im Alter von nur 46 Jahren an Parkinson. Gern hätte er sich gesehen als einen "lebenstüchtigen Mann, der zu den Sternen aufblickt und doch mit beiden Beinen auf der Erde steht", schreibt Dubiel in seinem Buch "Tief im Hirn".
Stattdessen ist Dubiel einer jener Parkinson-Patienten, denen auch Medikamente die Kontrolle über ihre Beine nicht zurückgeben konnten, und bei denen es Ärzte daher mit einer anderen Therapie versuchen: der sogenannten Tiefenhirnstimulation (THS).
Dabei werden dem Patienten etwa einen Millimeter dicke Elektroden ins Gehirn gepflanzt. Zu sehen sind die Sonden später nicht mehr. Dünne Kabel verbinden die Elektroden mit einer Art Dose, die der Patient auf Höhe des Schlüsselbeins unter der Haut trägt.
130 Stromimpulse pro Sekunde
Diese Dose, der Schrittmacher, soll wieder Ordnung herstellen in dem Hirnareal, das durch eine Krankheit wie Parkinson aus dem Takt gekommen ist. 130 Mal pro Sekunde schickt der Schrittmacher schwache Stromimpulse über die Elektroden ins Hirn des Patienten.
Für den Chirurgen bedeutet das Präzisionsarbeit beim Einpflanzen der Sonden, ein halber Millimeter kann über den Erfolg des Eingriffs entscheiden.
Bei Parkinson-Patienten werden die Elektroden meist in einem erbsengroßen Stück des sogenannten subthalamischen Nucleus positioniert.
Dort hemmen die Stromschläge vom Schrittmacher krankhaft überaktive Nervenzellen, die das fein tarierte Zusammenspiel der anderen Neuronen durcheinanderbringen. Den Schrittmacher können die Patienten in geringem Umfang auch manuell steuern.
Etwa 600 Menschen bekommen jedes Jahr in Deutschland THS-Elektroden eingepflanzt. Am häufigsten wird die Therapie bei Parkinson-Patienten angewandt, für die sie Anfang der 1990er-Jahre entwickelt wurde.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 3 nächste Seite
- Thema
- Hirnschrittmacher RSS
- Erfindung I Sanfte Stromstöße 23.11.2006
- Pharmaforschung Doping fürs Gehirn 29.09.2005
- 16. Weltparkinson-Kongress Fast ein Wunder 07.06.2005
- Frage der Woche Lässt sich das Denken lenken? 03.11.2008
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Das Gehirn ist hochkomplex und niemand kann genau vorhersagen, wie die elektrischen Ströme im Hirn fließen, die bei dieser Methode durch die Elektroden ausgelöst werden. Nachrichten über sensationelle Heilungserfolge können auch lanciert worden sein, um die Öffentlichkeit für diese Therapiemethoden zu gewinnen und Forschungsgelder zu rechtfertigen. Denn erfolgreich kann diese Methode nur werden, wenn man genauer weiß, wie das Gehirn funktioniert und wie es durch elektrischen Strom manipuliert werden kann. Weiß man dies, stehen nicht nur die Gehirne der Parkinson Erkrankten zur Manipulation zur Verfügung, sondern auch die der übrigen 9 Milliarden Erdenbewohner.
Diese Manipulationstechniken der Hirnforscher werden heute schon in Guantanamo und anderswo von den Geheimdiensten eingesetzt. Die CIA hat seit den 50iger Jahren solche Studien über die Funktionsweise des Gehirns mitfinanziert. Dazu wurden sogar gesunde Menschen von der CIA entführt, um als Versuchskaninchen zu dienen.
Es gibt im Internet Berichte, wonach in Großbritannien ganze Wohnviertel sozial Benachteiligter Menschen mit Mikrowellen bestrahlt werden, um soziale Proteste zu unterbinden. Die Briten scheinen schon diejenigen Hirnfrequenzen gefunden zu haben, die für sozialen Protest verantwortlich sind. In Großbritannien wird nach diesen Berichten die Klassengesellschaft durch Mikrowellen durchgesetzt.
Die Entrüstung Sturms ist entweder geheuchelt oder das Ergebnis einer Kultur des Wegsehens. Ich halte diese Versuche für noch gefährlicher als diejenigen, die die KZ Ärzte in den KZ´s der Nazis an den Insassen durchgeführt haben.
Man muss sich wirklich fragen, sind es die paar hundert Parkinson Kranken es wert, dass man nach Manipulationsmethoden des Gehirns forscht, die dann Milliarden Menschen krank machen werden?
Da gibt es doch eine Reihe von klinischen Studien, die gerade laufen, eine davon für Patienten mit schweren Zwangserkrankungen, ich glaube, in den Psychiatrien der Unikliniken Lübeck und Freiburg.
Viele Leute wiederholen auch einfach nur unkontrolliert bestimmte Worte/Handlungen oder haben nur Tics.