Eine neue Studie liefert erschreckende Ergebnisse: Bei Schwangeren, die mehr als zwei Tassen Kaffee oder größere Mengen Cola täglich trinken, verdoppelt sich das Risiko einer Fehlgeburt.
Frauen sollten ihren Koffein-Konsum während der Schwangerschaft womöglich stärker einschränken. Das Risiko für Fehlgeburten könnte durch den Muntermacher in Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränken erhöht werden.
Während der Schwangerschaft sollten Frauen möglichst auf Kaffee verzichten. (© Foto: dpa)
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Ärzte raten Frauen zwar schon länger von zu viel Kaffee in der Schwangerschaft ab. Bisherige Studien waren jedoch widersprüchlich und zudem blieb unklar, ab welcher Menge der Koffein-Konsum gefährlich wird.
Mediziner der amerikanischen Krankenversicherung Kaiser Permanente kommen im American Journal of Obstetrics and Gynecology (online) nun zu dem Ergebnis, dass sich das Risiko einer Fehlgeburt bei täglich mehr als zwei Tassen Kaffee - oder mehr als fünf Dosen koffeinhaltiger Limonade - verdoppelt.
Die Wissenschaftler aus Kalifornien hatten mehr als 1000 Frauen in San Francisco während ihrer Schwangerschaft untersucht und ihren Getränkekonsum und andere Lebensumstände erfasst. Mehr als 16 Prozent der Frauen erlitten eine Fehlgeburt.
Forscher machen Koffein verwantwortlich
Der Anteil derjenigen, die ihr Kind verloren, lag bei 24 Prozent, wenn sie mehr als 200 Milligramm Koffein - das sind zweieinhalb Tassen Kaffee - zu sich nahmen. Die Forscher vermuten, dass Koffein und nicht andere Substanzen die Fehlgeburten auslösen, denn andere koffeinhaltige Getränke wie Tee, heiße Schokolade oder Limonade erhöhten das Risiko ebenfalls.
Auf welche Weise Koffein den Fötus schädigt, ist unklar. Koffein könnte den Blutfluss in der Plazenta drosseln und das Zellwachstum hemmen. Zudem ist das Ungeborene noch nicht in der Lage, das Koffein, das über die Plazenta zu ihm gelangt, zu verstoffwechseln und abzubauen.
Die ersten drei Monate einer Schwangerschaft sind besonders anfällig für Störungen; hier kommt es am häufigsten zu Fehlgeburten. "In dieser Zeit sollten Schwangere auf Kaffee verzichten", sagt De-Kun Li, der die Studie geleitet hat. "Wenn sie unbedingt Koffein brauchen, um in die Gänge zu kommen, sollten sie es bei einer Tasse belassen."
Carolyn Westerhoff von der Columbia University in New York warnt davor, Frauen zu sehr Angst zu machen: "Sich etwas zu mäßigen, reicht aus."
- Vorsorge "Risikoschwangerschaften" meist unproblematisch 06.08.2007
- Deutschland Unfreiwillig ohne Kinder 27.06.2007
(SZ vom 22.01.2008/dmo)
Gysi gegen Lafontaine
also, in der dersten Zeile steht was von "erschreckenden Ergebnissen", im letzten Satz wird abgewiegelt. Ein Blick in die Veröffentlichungen zum Thema Koffein und Schwangerschaft zeigt, dass der Zusammenhang so fraglich ist, dass man darüber eigentlich keine Zeile verlieren müsste. Weglassen ist auch eine redaktionelle Zier.
in wenigen monaten eine andere studie wieder das gegenteil verheisst? jene 'amerikanisce studie, die erstmals' etc. etwas bahnbrechendes herausgefunden hat, scheint oft nicht mehr als ein running gag zu sein - zumal, wenn studien so 'faktorenblind' durchgeführt werden - wie sieht das soziale umfeld aus, haben dauercocacolatrinkerinnen evtl. generell ungesundere lebenseinstellungen, sind kaffejunkies hektischer, sind kaffeeabstinenzlerinnen generell um gesunde lebenseinstellungen bemüht.
also, kurzum, diese studien, die in der luft herumwabernde mutmassungen auch nicht felsenfest bestätigen können aber eben so tun, gehen einem wirklich auf die nerven.
nur mal so am rande.
silicium macht die haare schön, rotwein ist gut für die venen - alkohol ist immer schädlich. bier reinigt die nieren. kaffee ist gesund. kaffee ist schädlich.
merke: 15 liter wasser auf einmal zu trinken kann tödlich enden.