Deutsche Forscher haben in Brasilien eine neue Ameisenart identifiziert. Es handelt sich möglicherweise um besonders urtümliche Nachfahren der ersten Ameisen.
Karlsruher Insektenforscher haben im brasilianischen Regenwald die bisher primitivste lebende Ameisenart entdeckt.
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(© Foto: Christian Rabeling/ University of Texas at Austin)
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Das Insekt ist womöglich ein besonders urtümlicher Nachfahre der ersten Ameisen.
Die Ur-Ameisen entwickelten sich vor mehr als 120 Millionen Jahren aus wespenartigen Vorfahren.
Der deutsche Biologe Christian Rabeling entdeckte vor fünf Jahren ein Exemplar dieser Insekten. Die Ergebnisse der DNS-Analyse und der Untersuchung des Körperbaus wurden nun im Fachjournal PNAS (online) veröffentlicht.
Sowohl genetisch als auch körperlich unterscheidet sich das Exemplar so stark von anderen Ameisen, dass es in eine neue Unterfamilie einsortiert wurde.
Das drei Millimeter kurze Insekt ist blind, lebt in der Erde sowie im Laubstreu und zerlegt seine Beute mit einem pinzettenartigen Mundwerkzeug. Ein Name wurde dem Sechsbeiner bereits verpasst. Er spielt auf die Fremdartigkeit der Ameise an: Martialis heureka - "vom Mars kommend".
(SZ vom 16.09.2008)
Gysi gegen Lafontaine
Ich hoffe, Sie werden niemals krank. Denn dank unserer heutigen Entwicklung und Forschungereiferungen ist es gelungen, so manch Krankheit zu heilen. Und das begann u.a. auch mal nur bei einem Pilz...
Der gute Biologe ist zwar Deutscher, forscht aber an der Uni in Texas, also wird hier wohl kein deutscher Steuerzahler über's Ohr gehauen (von der Frage abgesehen, warum er lieber in die USA geht, als in Deutschland an der Uni zu bleiben). Desweitern ist PNAS gratis, nur eben erst nach 6 Monaten und alle Artikel, die vom amerikanischen Gesundheitsministerium finanziert werden, sind sofort gratis online. Also noch etwas Geduld....
Für die Kosten bzw. Steuergelder wenden Sie sich am Besten an einen gewissen Mr. George Bush - PNAS ist nämlich eine US-amerikanische Fachzeitschrift, die jedoch, wie es aussieht, sich selbst finanziert: Die kombinierte Print- und Online-Ausgabe kostet den deutschen Leser exakt 505 US-Dollar pro annum.
Si tacuisses ...
... PNAS kostet auch Kohle! Manchmal frage ich mich auch, mit welchem Recht ich für Forschung Geld ausgebe (Steuern), allerdings keine Chance habe kostenlos an die von mir bezahlten Ergebnisse zu kommen.
Wieso ist der Artikel jetzt derart gekürzt?