Durch den Klimawandel sind nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) mehrere der größten Naturwunder der Welt und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten gefährdet.
Wegen steigender Temperaturen drohten 30 bis 60 Prozent des Amazonas-Dschungels mit 40.000 Pflanzen- und 427 Säugetierarten zur Savanne zu werden, erklärte der WWF am Rande der Beratungen über den zweiten Teil des Weltklimaberichts in Brüssel. Der Bericht zeige, , "wie enorm der Einfluss der globalen Erwärmung auf die Natur und unser Leben ist", sagte WWF-Experte Hans Verolme. "Wir könnten für die nächste Massenausrottung von Arten verantwortlich werden."
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Zugleich seien auch die Trinkwasserreserven der Welt gefährdet, mahnte die WWF-Klimabeauftragte Lara Hansen. ,,Wenn wir nicht jetzt anfangen, den Klimaveränderungen zu begegnen, werden Natur und Artenvielfalt langfristig zu den Verlierern.'' Letztendlich werde das auch den Menschen treffen.
Zu den gefährdeten Naturgebieten zählte der WWF die großen Waldgebiete in Chile und Argentinien, wo unter anderem die Patagonische Zypresse wächst, die bis zu 3000 Jahre alt werden kann.
Auch Wildlachse bedroht
Im einzigartigen Great Barrier Reef vor Australien sterben dem Bericht zufolge durch die Erwärmung nach und nach die Korallen. In Asien fürchtet der WWF um den Sundarbans an der Grenze von Indien und Bangladesch, den größten Mangrovenwald der Welt, der von der Unesco, der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zum Weltnaturerbe gezählt wird und seltene Tiere wie den bengalischen Tiger beherbergt.
In China sieht der WWF Risiken für den Oberlauf des Jangtse-Flusses, eine von zwei Regionen, in der noch Pandabären leben. Auch im Himalaya, wo es die außerhalb der Pole größte Eiskonzentration der Welt gibt, könne die Erwärmung tief greifende Veränderungen hervorrufen.
In der Karibik und Südamerika seien Meeresschildkröten gefährdet, auch die Wüste Chihuahua zwischen den USA und Mexiko mit ihren 3500 Kakteen- und Pflanzenarten sowie Tieren wie dem Jaguar und dem Bandschwanzbussard sei in Gefahr. Für Afrika führt der WWF die Wälder entlang der Ostküste durch Kenia, Tansania und Mosambik auf. In der Arktis, wo die Temperaturen schneller stiegen als angenommen, könnten Wildlachse entlang der Küsten Alaskas Opfer des Klimawandels werden.
(AFP)
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