Von Katrin Blawat

Lange Zeit gab es weltweit wenig Positives über den Zustand der Wälder zu berichten - jetzt ist zumindest ein wenig Optimismus angebracht. Das gilt allerdings nicht für die Regenwälder.

Es sei ein Wendepunkt erreicht, schreibt Pekka Kauppi von der Universität in Helsinki in einer Studie, in der er Daten der Welternährungsorganisation (FAO) ausgewertet hat (PNAS, Bd. 103, S. 17574, 2006).

Hoffnung für den Wald. (© Foto: ddp)

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In den vergangenen fünf Jahren wurden weltweit 7,3 Millionen Hektar abgeholzt, während es zwischen 1990 und 2000 noch 8,9 Millionen Hektar waren.

Aufgeschlüsselt nach Kontinenten, stehen Europa und Asien am besten da: Dort wächst der Anteil der bewaldeten Flächen. In Nordamerika verschwinden die Wälder zumindest langsamer als bisher.

Kauppi berücksichtigte erstmals nicht nur die Ausdehnung der Wälder, sondern auch Parameter wie Holzvolumen, Biomasse und die Fähigkeit, Kohlendioxid zu fixieren. In 22 der 50 Länder mit nennenswerten Waldgebieten haben sich diese Faktoren nach dem Jahr 2000 gebessert.

"In Deutschland werden die Wälder in den letzten Jahren besser mit Nährstoffen, vor allem Stickstoff, versorgt. Früher hat ein Mangel an Stickstoff oft das Wachstum der Bäume behindert", sagt Markus Bernhardt-Römermann vom Institut für Waldbau der Universität Göttingen.

Sorgen machen der FAO und Kauppi noch die Situation der Regenwälder in Südamerika und Afrika, wo weiter unvermindert abgeholzt werde.

Das wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen aus, sondern auch auf das Klima: Die schrumpfenden Regenwälder binden weniger Kohlenstoff aus der Atmosphäre.

Statt dessen setzt die weiträumige Abholzung große Mengen Kohlenstoff frei. Um die Abholzung in Südamerika zu stoppen, müsste schnell viel Geld investiert werden, sagt Kauppi. Wenn sich die Lebensbedingungen der Menschen verbesserten, stünden sie Schutzprogrammen aufgeschlossener gegenüber.

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(SZ vom 15.11.2006)