Kosmische Bombe von oben oder doch der Ausbruch eines unterirdischen Vulkans? Klar ist nur eins: Es ist unklar, woher der riesige Krater kommt.
Am frühen Morgen des 30. Juni 1908 brennt über Sibirien auf einmal der Himmel. Noch Hunderte Kilometer entfernt lässt gewaltiger Donner Fenster erzittern. Mitten in der Einöde der Taiga in der Tunguska-Region reißt eine Druckwelle 60 Millionen Bäume um.
(© Foto: Universität von Bologna)
Anzeige
Seither rätseln Wissenschaftler, was geschehen war. Lange glaubten sie, dass ein Himmelskörper in der Luft explodiert sei. Weil jedoch keine entsprechenden Bruchstücke gefunden wurden, favorisieren manche Forscher andere Theorien:
Am wahrscheinlichsten gilt ihnen der Ausbruch eines unterirdischen Vulkans, wie ihn die Region vor Jahrmillionen bereits erlebt hat. Auch die Explosion einer Erdgaslagerstätte erscheint möglich.
Doch nun wollen Experten verschiedener italienischer Forschungsinstitute um Luca Gasperini aus Bologna einen Einschlagkrater entdeckt haben. Er finde sich acht Kilometer vom Zentrum der Katastrophe entfernt und stamme von dem Bruchstück einer kosmischen Bombe, deren Hauptteil in der Luft verglüht sei.
Die Mulde liege auf der vermuteten Flugbahn des Asteroiden. Heute füllt sie der Tscheko-See.
Die Trichterform des Seebeckens deute auf einen Einschlagkrater, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Terra Nova (Online). Zudem entdeckten Gasperini und seine Kollegen, dass zehn Meter unterhalb des Seegrundes die Erde außergewöhnlich hart ist - eine Quetschung infolge des Aufpralls, so ihre Vermutung.
Schallwellen, mit denen sie den Boden vermessen haben, wurden an dieser Schicht reflektiert. Dass konzentrische Auswurfringe - charakteristisches Merkmal eines Meteoritenkraters - fehlten, liege am gashaltigen Matschboden, der einen Großteil der Aufprallenergie verschluckt habe.
Ob die Daten andere Forscher überzeugen, erscheint ungewiss, viele Widersprüche bleiben offen. Auch die neue Studie vermag nicht zu erklären, warum es offenbar mehrere Explosionen am Himmel gab.
Sie lagen seltsamerweise nicht auf einer Flugbahn. Und ausgerechnet nahe der Explosionszentren blieben viele Bäume unbeschädigt. Das größte Problem bereiten den Wissenschaftlern aber fehlende Meteoritenfragmente.
Die italienischen Experten sind seit den 1990er-Jahren fast jedes Jahr nach Tunguska gefahren. Doch sie konnten nicht ein kosmisches Körnchen finden. Mit einer tiefen Bohrung in den Grund des Tscheko-Sees hoffen die Forscher, demnächst welche zu entdecken.
(SZ vom 28.6.2007)
Neue Nutzungsbedingungen
Wieso? Ganz Deutschland zittert vor der Naturkatastrophe und in Sibirien ist ein nicht zu übersehender Krater, der erklären könnte warum es um 1900 rum zu dem Anstieg kam. Finde daher schon, dass mein Kommentar hier reinpasst. Wie er entstanden ist: Wen interessiert den das noch? Viele Bäume sind gestorbern...
Mein Aufruf, keine Panik zu machen ist vielleicht nicht ganz passend ;-)
Fabian was kommst denn du jetzt mit deinem Öl daher? Wohl das falsche Forum erwischt?!
Also wenn da 60 Millionen Bäume einfach tot waren, dann hatte das doch bestimmt Auswirkungen auf den CO2 Haushalt auf der ganzen Welt gehabt oder?. 60 Millionen Bäume bauen ganz schon viel ab. Komischerweise fällt das genau mit dem Anstieg der CO2 Konzentration in der Luft zusammen.
ALSO: HÖRT AUF PANIK ZU MACHEN!!!!!
1990: Saddam Hussein droht damit, alle Ölquellen in Kuwait anzuzünden. Klimaforscher Weltweit propagierten eine neue Eiszeit!
Was war? Saddam zündete die Ölquellen an. Bis auf einen geringen Temperatursturz von 0,5 - 1 Grad Celsius in der Näheren Umgebung hatte dies sonst keine Auswirkungen.
1995:
Der Shell Oil CEO gibt bekannt dass noch genügen Ölreserven vorhanden sind, die 500 Jahre halten. - Also wenn der das nicht weiß, wer denn dann bitte? Schliesslich hat niemand soviel Geld um nach neuen Vorkommen zu suchen.
1968:
Schlagzeile: ÖL REICHT NUR NOCH FÜR 30 JAHRE
Was ist: Naja, wir haben jetzt 2007...
Würde mich ja totlachen, wenn wir uns jetzt totölen und CO2 unter beindrächtigung unseres Lebens (Und wir gehören genauso zur Natur wie jedes andere Lebewesen auch) runterschrauben.
Dann bricht ein Vulkan aus und schleudert Millionen von Tonnen CO2 in die Atmosphäre.
Blöd, blöd.
Aber Gottseidank ist das jetzt vorbei. Genügen Leute haben Geld damit verdient.
Jetzt ist Polen und die EU aktuell. Gottseidank!!!
Dein Zweifel ist begründet. Allerdings geschah dies 1908. Zu dieser Zeit konnte man noch keine Luftbilder machen und vom Boden aus ist es schwer sich einen Überblick über so ein großes Ereigniss zu verschaffen, so dass man schnell den Überblick verlieren kann, sofern man ihn denn je hatte.
Ok, wenn es ein ausreichend riesiges Stück gefrorenes Methangas oder ähnlichem gewesen ist, könnte es tatsächlich beim Auftreffen auf die Oberfläche mit einer gewaltigen Explosion reagiert haben. Und wie wir alle wissen, ist in unserer hübschen kleinen Atmosphäre genügend Platz für reichlich Millionen Tonnen Methan. Und der Vorteil ist, das eben nichts als Beweismittel übrig bleibt. Eis ist die perfekte Waffe, so gesehen.
Oder einfach nur ein riesiger Wassereis-Brocken. Bei entsprechender Erhitzung durch die Reibung an der Atmosphäre explodieren die genau so gut. Weiß man spätestens, seid Wigald Boning einen Eis-Kegel mit Thermit, das eigentlich nur Hitze erzeugt, gesprengt hat. Wenn die Erhitzung genau im richtigen Moment statt fand, könnte alleine die schiere Masse die beobachtete Wirkung gehabt haben.
Paging