Die Sonde "Mars Reconnaissance" soll am Nachmittag in den Weltraum abheben - an Bord die größte hochauflösende Kamera, die jemals zu einem anderen Planeten geschickt wurde.
Zwei Tage nach der erfolgreichen Landung der Raumfähre "Discovery" hat die Nasa am Donnerstag einen neuen Start ins All vorbereitet.
So soll der Orbiter über der Marsoberfläche fliegen und den Roten Planeten untersuchen. (© Grafik: Nasa/JPL)
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Die Mars-Sonde "Mars Reconnaissance" soll am Nachmittag in den Weltraum abheben. Wegen eines Sandsturms wurde die geplante Startzeit um etwa eineinhalb Stunden auf 15.00 MESZ verschoben.
"Mars Reconnaissance" soll unter anderem die Oberfläche des Roten Planeten untersuchen und mögliche Landeplätze für weitere Forschungsobjekte ausmachen.
Mit modernster Technik an Bord soll die Sonde außerdem - wie ihre Vorgänger - nach Spuren von Wasser oder anderen Anzeichen für Leben auf dem Mars suchen.
Das 720 Millionen Dollar (581 Millionen Euro) teure und auf vier Jahre angelegte Projekt wird darüber hinaus als Kanal zur Datenübertragung zur Erde dienen.
Die Kamera von "Mars Reconnaissance" wird sechs Mal schärfere Bilder vom Mars liefern, als bisher möglich.
Zwar gibt es aus den vergangenen vier Jahrzehnten Mars-Forschung tausende Bilder, aber nur rund zwei Prozent der Oberfläche des Planeten sind mit hoher Auflösung betrachtet worden.
"Es gibt viele unbeantwortete Fragen zum Mars", sagte Projektwissenschaftler Richard Zurek in Los Angeles.
Ausgestattet ist die Sonde außerdem mit einer starken Antenne, die zehn Mal mehr Daten pro Minute übermitteln kann als die drei Satelliten, die zurzeit im Einsatz sind.
Und nicht zuletzt soll "Mars Reconnaissance" auf die Suche nach den beiden verschollenen Robotern "Mars Polar Lander" und dem europäischen "Beagle 2" gehen.
Die zwei Tonnen schwere Sonde wird nicht die letzte sein, die die Nasa in diesem Jahrzehnt zum Mars schießt. Zwei weitere Missionen sind noch für die Jahre 2007 und 2009 geplant:
Die erwarteten detaillierten Bilder sollen dabei helfen, sichere Landeplätze für die Einsätze "Phoenix Mars" und "Mars Science Laboratory" auszumachen.
Die Sonde dürfte die Mars-Umlaufbahn im März kommenden Jahres erreichen. Ihre Mission endet im Jahr 2010, nach Angaben von Wissenschaftlern hat sie darüber hinaus aber noch genug Treibstoff bis 2014. Die Nasa hatte den Start bereits von Mittwoch auf Donnerstag verschoben, um Steuerungselemente vom Hersteller überprüfen zu lassen.
(AP)
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