Seit langem steht die Volksrepublik in der Kritik, weil sie nach den USA die zweitgrößte Produzentin von Kohlendioxid ist. Nach dem alarmierenden UN-Bericht will Peking seine Politik ändern - aber erst ab 2013.
Nach Informationen der japanischen Zeitung Yomiuri Shimbun will der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao dies nächste Woche bei seinem Besuch in Tokio in einer mit Japan geplanten gemeinsamen Erklärung zum Ausdruck bringen. China ist nach den USA der weltgrößte Produzent des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Das Riesenreich ist als Entwicklungsland von den Auflagen zur Verringerung der Treibhausgase im Kyoto-Protokoll ausgenommen.
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Nun aber wolle es seine bisherige Politik ändern, schreibt das Blatt. China sei bereit, Verantwortung im Kampf gegen die globale Erwärmung zu übernehmen. In der beim Besuch von Wen Jiabao vom 11. bis 13. April in Tokio vorgesehenen gemeinsamen Erklärung würden Japan und China ihre politische Entschlossenheit zum Ausdruck bringen, an der Lösung des Problems der Klimaerwärmung durch internationaler Kooperation mitzuarbeiten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Entwurf der gemeinsamen Erklärung.
Demnach wollten sich beide Länder zu diesem Zweck vom Jahr 2013 an "proaktiv an der Schaffung eines effektiven Rahmenwerks beteiligen", hieß es.
Japan will China helfen
Japan wolle zudem China beim Umweltschutz und Energiesparmaßnahmen helfen. Unter anderem seien Wasserreinigungsprojekte vorgesehen. Einzelheiten sollten bei einem Treffen von Wen Jiabao mit seinem japanischen Amtskollegen Shinzo Abe besprochen werden, hieß es. China werde "Maßnahmen ergreifen zur Abmilderung des Klimawandels und zur Anpassung", erklärte unterdessen laut der amtlichen chinesischen Presse auch ein führender Klimaforscher in Peking.
Die Regierung in Peking sei aktiv an der Erstellung des am Freitag veröffentlichten UN-Klimaberichts beteiligt gewesen und werde ihn als "verantwortliches Mitglied der internationalen Gemeinschaft" auch umsetzen, sagte Lin Erda weiter.
"Die Regierung (in Peking) muss den Klimawandel zum wesentlichen Teil ihrer Entwicklungsplanung machen", sagte Lin. Zwar ist China vom Kyoto-Protokoll ausgenommen. Bis 2010 will die Regierung dennoch den Energieverbrauch gemessen an der Wirtschaftsleistung um 20 Prozent im Vergleich zu 2005 senken.
Eine Beteiligung an einem weltweiten Programm zur weiteren Verringerung der Treibhausgase hatte China aber bislang abgelehnt. Die Regierung befürchtet, eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes könnte sein Wirtschaftswachstum bremsen.
(dpa)
Gysi gegen Lafontaine
Außer Lippenbekenntnisse werden wir von den mächtigen dieser und anderer Nationen nichts bekommen. Wir werden es selbst machen müssen, wenn wir etwas an der zukünftigen Entwicklung verändert haben wollen. Und sollte es uns das gelingen sehe ich schon die ersten mächtigen da stehen wie sie sich brüsten, was sie tolles geleistet haben. Und wenn es nicht klappt, sagen sie das Schicksal war Schuld.
Zweiter Teil:
Das Ganze wird dann beschoenigend als 'Entwicklungshilfe' proklamiert. Eine Schande fuer die gesamte westliche Welt.
Wir 'gescheiten' Westler sind fuer minder entwickelte und schlechter ausgebildete Staaten das Vorbild. Wenn wir ihnen umweltverachtende Praktiken vorfuehren, werden diese uebernommen; weil wir es doch angeblich besser wissen.
Wir sind in der Pflicht, ihnen respektvollen Umgang mit den Ressourcen zu zeigen, dann haben wir globalen Erfolg.
Wir Deutschen reisen gern. Die meisten bleiben wohlweislich in Touristengegenden, wo 'die Welt' in Ordnung zu sein scheint. Fahren wir bei der Anreise durch Slums, qualmende Industriezonen und Staedte voller Smog, diffamieren wir sie gerne als Umweltverschutzer oder bezeichnen sie sogar als 'Schweine'.
Schauen wir aber mal genau hin, wie die Firmen heissen, so werden wir ganz viele sehr bekannte Namen lesen. Schuld sind aber, ganz einfach, immer die Anderen...
Wenn man so manche quasi 'wichtige' Zeitungsartikel liest, verliert man den globalen Weitblick. Reist man mit offenen Augen und Herzen, dann bekommt man einen Ueberblick, der diese in Wahrheit Nebensaechlichkeiten voellig laecherlich werden laesst.
Das Mindeste aber waere fuer uns alle, zu Hause einen Anfang zu machen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht auch hier merklich auseinander, jeder weiss es.
Lasst Euch nicht verdummen; wacht endlich auf !
Die westlichen Laender verlegen ihre Dreckschleudern in sog. Billiglaender. Damit schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe.
1. wird damit nicht mehr das eigene Land verschmutzt, sondern die Laender, ueber deren zu hohen Schadstoffausstoss sich dann hinterher lautstark beschwert wird. Sie selbst stehen dadurch mit einer 'sauberen Weste' da, obwohl sie das Weltklima um ein Vielfaches mehr belasten. Wir selbst erlassen strengste Umweltgesetze, um diese woanders vollkommen zu missachten. Dieses zweierlei Mass ist menschenverachtend fuer die Bevoelkerung von Drittlaendern. Das eigene Land sauber halten, die anderen muessen den Dreck haben. Die reichen Laender zerstoeren die Natur der armen Laender, wobei sie die Klimaveraenderung wohlweislich und selbstgefaellig ignorieren, trotz ihres besseren Wissens ueber deren globalen Zusammenhang. Das ist pure, veraechtliche Augenwischerei und Egoismus, sowie Missbrauch anderer Voelker, die wir gerne als 'dumm' bezeichnen, und deshalb benutzen und ausbeuten koennen.
An erster Stelle stehen dabei die USA, die sich weigern, jegliche umweltrettenden Massnahmen zu ergreifen.
2. werden damit die Produktionskosten enorm minimiert. Teilweise werden Waren von Zwangsarbeitern und Kindern in inhumanen Verhaeltnissen hergestellt. Andererseits werden diese Praktiken in Menschenrechtsorganisationen der reichen Laender verurteilt; welch' verachtende Doppelzuengigkeit.
Die Deutschen wundern sich ueber hohe Arbeitslosenzahlen etc., obwohl sie reihenweise Produktionsstaetten in Billiglohnlaender verlegen. Das BIP bekommt Schlagseite, das soziale Gefuege wird broeckelig.
Die westlichen Nationen bringen den sog. Fortschritt in Dritt- und Schwellenlaender.
Dies ist fuer sie ein Schritt fort, von natuerlichem, gesundem Menschenverstaendnis. Die 'missionierten' Laender verlieren ihre eigene, meist viel menschlichere Identitaet, und kommen oft nicht damit klar. Es geht zu schnell.
Die Folge sind Abhaengigkeiten, z.B. von bestimmten Limonaden, Fernsehen, Alkohol etc. Den reichen Laendern ist egal, um welchen hohen Preis die armen sich 'verkaufen', oder besser verschenken muessen, um die Errungenschaften der westlichen Welt zu ergattern. Diese werden ihnen in endlos wiederholten Werbeclips staendig vor Augen gefuehrt. Es wird kuenstlich ein Bedarf an diesen 'Guetern' erzeugt. Die 'Weltfirmen' steigern damit ihren Profit unermesslich, die kleinen Loehne der Billigarbeiter fliessen umgehend wieder in die eigenen Taschen.
Das Ganze
China hat das Glück, in seiner Rechnung des pro-Kopf-Schadstoffausstoßes gut dazustehen. Der Pazifikgürtel, an dem fast die gesamte kapitalistische Verwertung internationaler Waren stattfindet ist nicht einmal von einem zehntel aller Einwohner Chinas bevölkert. Wird sich diese Region landeinwärts weiterhin so schnell entwickeln wie bisher, wird unserem geschundenen Planeten die Qual aufgebürdet weitere 500 Millionen Autos ertragen zu müssen. Das verschweigt China gerne.
Wie soll dieser internationale automobile Wahn eigentlich weitergehen?
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