Ende des Gedränges: 13 Menschen befanden sich beim jüngsten Einsatz des US-Spaceshuttles Endeavour auf der Raumstation ISS - so viele wie nie zuvor. Nun fliegen sieben von ihnen zur Erde zurück.

Die US-Raumfähre Endeavour befindet sich auf der Heimreise: Knapp zwei Wochen nach ihrem Start in Cape Canaveral in Florida hat die Crew des Shuttles am Dienstagabend ihre Rückkehr zur Erde angetreten.

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Gedränge im Weltall: Beim Einsatz der Endeavour befanden sich 13 Menschen im All - so viele wie nie zuvor. (© Foto: Reuters)

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Planmäßig löste sich der Orbiter um 19.26 Uhr Mitteleuropäischer Zeit von der Internationalen Raumstation ISS ab. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral ist für Freitag vorgesehen.

Mit an Bord wird neben fünf US-Astronauten und einer kanadischen Astronautin das bisherige ISS-Crew-Mitglied Koichi Wakata aus Japan sein, der nach vier Monaten auf der Weltraumstation zur Erde zurückkehrt. Seinen Platz nimmt der Amerikaner Tim Kopra ein.

Die Endeavour war elf Tage lang mit der ISS verbunden. Dabei hatte sich mit insgesamt 13 Astronauten die bislang größte Menschenansammlung im Weltraum gebildet.

Auslaufmodell "Endeavour"

Alle Ziele der Endeavour-Mission seien erreicht worden, betonte die Nasa. Wichtigster Auftrag der siebenköpfigen Crew war die Fertigstellung des japanischen Forschungslabors Kibo. Dabei hatten die Astronauten bereits bei dem ersten ihrer insgesamt fünf Außeneinsätze die gut vier Tonnen schwere "Veranda" an dem Modul angebracht, eine Plattform für wissenschaftliche Experimente im Freien.

An diesem Montag dann hatten zwei Astronauten den fünften und letzten Außeneinsatz im All abgeschlossen. Hauptaufgabe bei diesem Ausstieg war das Anbringen von zwei Videokameras an der neuen Außenplattform des Kibo-Forschungslabors: Sie sollen das Andocken eines ersten japanischen Transport-Raumfahrzeuges im September erleichtern.

Ursprünglich hatte die Endeavour schon am 13. Juni zur ISS aufbrechen sollen, konnte jedoch wegen einer Reihe von Problemen erst in der Nacht zum 16. Juli starten. Insgesamt fünfmal musste der Countdown zum Start des Shuttles abgebrochen werden, mal wegen schlechten Wetters, mal wegen hartnäckiger technischer Schwierigkeiten.

Startverschiebungen und technische Pannen gehören aber schon seit längerem beinahe zur Routine bei den Shuttles, die mittlerweile seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Dienst sind. Längst gelten die wiederverwendbaren Raumfahrzeuge als Auslaufmodelle: Im nächsten Jahr sollen sie ausgemustert werden.

Bis dahin muss aber der Ausbau der ISS beendet sein, da kein anderes Weltraumfahrzeug derart große Lasten transportierten kann. Nach der Endeavour-Mission sind noch sieben weitere Shuttle-Missionen vorgesehen.

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(AP/dpa/gal/bön)