Übliche Mückenschutzmittel mit DEET sind meist nur kurze Zeit wirksam. US-Forscher haben nun Substanzen identifiziert, die die Insekten dreimal so lang vom Stechen abhalten.
US-Forscher haben eine Reihe von Substanzen identifiziert, die möglicherweise als Mückenschutzmittel geeignet sind und erheblich länger wirken als das bisherige Standardabwehrmittel DEET.
Die einzelnen Substanzen waren als Mückenschutz unterschiedlich wirksam. (© Foto: Gary Clark)
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Solche Mittel sind dringend notwendig, um die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria, Dengue- oder Gelbfieber einzudämmen, die von Mücken übertragen werden. Denn DEET (N,N-Diethyl-m-Toluamid), das seit mehr als 50 Jahren als Mückenschutzmittel eingesetzt wird und in den meisten gängigen Präparaten enthalten ist, hat einige Nachteile. So verlieren die Mittel meist relativ schnell ihre Wirkung, müssen in großen Mengen auf Haut oder Kleidung aufgetragen werden und können bei einigen Menschen Hautirritationen hervorrufen.
Einige der jetzt getesteten Substanzen hielten menschlichen Versuchspersonen die pieksenden Plagegeister bis zu 73 Tage vom Leib, berichten die Wissenschaftler in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften(PNAS; Bd. 105, S. 7359, (DOI: 10.1073/pnas.0800571105) Bislang handelt es sich allerdings erst um Laborproben.
Alan Katritzky von der University of Florida in Gainesville und seine Mitarbeiter hatten Daten des US-Landwirtschaftsministeriums aus den vergangenen 50 Jahren zur Wirksamkeit chemischer Substanzen durchforstet, die mit dem scharfen Wirkstoff aus dem Pfeffer verwandt sind, den N-Acylpiperidinen.
Dabei nutzten sie sogenannte künstliche neuronale Netze, um die molekulare Struktur der Substanzen mit ihrer Wirksamkeit in Verbindung zu bringen.
Aufgrund der Ergebnisse identifizierten sie schließlich Strukturen mit einer erwarteten optimalen Wirksamkeit und wählten 34 Substanzen aus, die sie im Labor herstellten und an Versuchspersonen testeten. Die Probanden trugen das Mittel auf einem Stoffstück am Arm.
Dann überprüften die Forscher, wie viele Tage der Geruch Aedes-aegypti-Mücken, die beim Menschen unter anderem Gelbfieber übertragen, vom Stechen abhielt. Dabei testeten sie die Substanzen in zwei unterschiedlich hohen Konzentrationen.
Zwar hatten auch DEET-Mittel in den Versuchen eine lange Wirkungsdauer. Sie schützten die Probanden in hoher Konzentration für 17,5 Tage, in einer niedrigen Dosis hielt die Wirkung immerhin 2,5 Tage an. Doch ein Großteil der getesteten Substanzen wirkte mindestens so gut oder besser, und zwar bis zu dreimal so lang wie DEET, berichten die Wissenschaftler. So hielt ein Mittel in der hohen Dosis die Mücken 73,5 Tage vom Stechen ab.
Wann die Substanzen als Mückenschutzmittel auf den Markt kommen könnten, ist noch unklar.
(dpa/mcs)
Riexinger und Kipping führen die Linke
Stechmücken haben hochempfindliche CO2 Sensoren und folgen dem Konzentrationsgradienten, erst dann der Buttersäure im Schweiss. Bei genauerer Recherche hätten sie darauf stossen können das Piperidinderivaste als Insektenvernichtungsmittel schon eine relativ lange Geschichte haben. Wenn sie die Mücken natürlich los werden wollen gehen Sie in die Apotheke und lassen sie sich ein Gemisch aus Zedernholzöl, Sandelholzöl, Zuitronenöl und Alkohol anrühren. Ist billiger, Hautverträglicher und wirkt garantiert
Wenn man die DOI googelt findet man aber auf Anhieb 5 Verweise (Zeitschriften) auf diese Veröffentlichung. Sollten die Autoren alle Falsches voneinander abgeschrieben haben ?
Es wird nie einen "Superschutz" vor Mückenstichen geben! Vielleicht hilft ein Trockentauchanzug.
Wer jemals von diesen hochintelligenten Biestern (eines reicht) eine Nacht lang gequält worden ist ...
Moskitonetz für die Nacht.
Aber für den Tag ... ?
Mag für uns Touristen teilweise funktionieren (lange Ärmel, Hut usw.), doch die Realität sieht anders aus. Gestochen wirste irgendwann doch.
Da es meines Wissen nach hauptsächlich Weibchen sind, die zustechen, hilft nur eins:
Feminismus
Warum werden Pressemitteilungen fast immer komplett ungeprüft ubernommen? Die DOI-Nummer, die dankenswerter Weise angegeben wurde, ist nicht verfügbar und der Artikel ist auch noch nicht veröffentlicht worden. Es ist eine Sache von weniger als 2 Minuten, diese beiden Sachen zu überprüfen. Ich kann verstehen, wenn sowas im Panorama passiert, aber warum denn in der Wissenschaft-Sparte?