Die Sonde wird den Planeten zweieinhalb Jahre umkreisen, um auf seiner Oberfläche nach Wasser und nach einem geeigneten Landeplatz für bemannte Raumschiffe zu suchen.

Anfang 2002 hat die "Mars Odyssey" ihre endgültige Umlaufbahn in 400 Kilometer Höhe über dem Roten Planeten erreicht.

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Hat Wasser diese Spuren auf dem Mars hinterlassen? - eine Aufnahme der Sonde Global Surveyor, die seit 1997 um den roten Planeten kreist. (© )

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Eine virtuellen Schaufel soll graben

Nun wird sie den Nachbarplaneten der Erde zweieinhalb Jahre lang umkreisen und nach Spuren von Wasser auf dem Mars suchen.

Sie setzt dafür einen Gammastrahlen-Spektrometer ein, der wie eine Art virtuelle Schaufel funktioniert und sich damit knapp unter die Oberfläche "graben" kann.

Aufschlüsse versprechen sich die Forscher auch von Infrarot-Aufnahmen der "Mars Odyssey". Die Instrumente der Sonde sollen die Verteilung von Mineralien auf der Planetenoberfläche untersuchen.

Ausschau nach einem geeigneten Landplatz

Außerdem soll das Strahlenmessgerät MARIE mögliche gefährliche Strahlungen auf der Marsoberfläche aufspüren, um geeignete Landeplätze für zukünftige bemannte Missionen zu finden.

Das Gerät reagiert allerdings zurzeit nicht auf Kommandos. Die Bodenzentrale will deshalb bis zum Einschwenken in die "wissenschaftliche Umlaufbahn" in über einem Monat warten, bevor sie versucht, den Kontakt wieder herzustellen.

Die Nasa braucht einen Erfolg

Die Nasa Erfolgserlebnisse auf dem Mars nötig: Von den vielen Missionen, die seit 1960 zum Mars starteten, waren weniger als ein Drittel erfolgreich. Einige Sonden zerschellten auf dem Planeten, andere gingen in den Weiten des Alls spurlos verloren.

Auch die beiden letzten Versuche der Nasa 1999 scheiterten. Es waren peinliche Verluste, weil sie auf mangelnde Kontrollen zurückzuführen waren. Der "Climate Orbiter" verglühte, weil die Techniker englische und metrische Maßeinheiten verwechselt hatten, beim "Polar Lander" war es ein Softwarefehler, der die Bremstriebwerke zu früh abschaltete, weshalb die Sonde zerschellte.

460 Millionen Kilometer in sechs Monaten

Die "Mars Odyssey" legte die 460 Millionen Kilometer lange Reise zum Roten Planeten in sechs Monaten zurück. Die Kosten der Mars-Mission sind mit 297 Millionen Dollar (645 Millionen Mark oder 330 Millionen Euro) veranschlagt.

Die "Mars Odyssey" wurde von der Firma Lockheed Martin Astronautics gebaut. Sie ist rund 720 Kilogramm schwer, 2,20 Meter lang, 1,70 Meter hoch und 2,50 Meter breit. Betrieben wird sie mit Solarzellen, die 750 Watt liefern. Die Signale der Sonde brauchen acht Minuten und 30 Sekunden bis zur Erde.

Die Sonde "Global Surveyor" umkreist schon seit 1997 den Mars und sandte bislang 78.000 Bilder zur Erde. Darunter waren auch hochauflösende Fotos von Bodenformationen, die ihre Entstehung möglicherweise Wasser verdankten, das früher einmal auf dem Mars floss.

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